Hockey: Rüsselsheimer Ruderclub Düsseldorfer Hockeyclub Berliner Hockeyclub
zuletzt aktualisiert: 09.02.2007Hockey (oli) Der Rüsselsheimer Ruderklub ist der Gegner im Halbfinale des Crefelder HTC bei der Endrunde um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft. Die Rüsselsheimer haben sich in der generell als in der Halle stark geltenden Südgruppe (acht der zehn Titel in den vergangenen Jahren gingen in den Süden Deutschlands) durchgesetzt und im Viertelfinale die Zehlendorfer Wespen ausgeschaltet.
Die Rüsselsheimer sind vor allem in der Abwehr gleichwertig besetzt und haben in Junioren-Nationaltorhüter Nico Jakoby einen sicheren Rückhalt in ihren Reihen. Dafür hapert es jedoch im Angriff, der sich auf zwei Alleinunterhalter beschränkt: die Brüder Oliver und Christian Dohmke. Oliver, der Torschütze des WM-Siegtreffers der Deutschen Mannschaft bei der WM in Malaysia, galt noch vor zwei, drei Jahren als weltbester Stürmer, hat aber mittlerweile seine internationale Karriere aus beruflichen Gründen beendet und trainiert auch nicht mehr intensiv. Sein Bruder Christian kann sich mit dem Titel des Hallenweltmeisters schmücken. Fällt einer von ihnen aus, lahmt das Angriffsspiel der Rüsselsheimer. Acht geben müssen die Krefelder auch auf den Österreicher Christian Minar: Der Nationalspieler seines Landes gilt als Spezialist für Kurze Ecken.
Hockey (JP) Der Düsseldorfer Hockey-Club ist das einzige Team der Endrunde ohne aktuelle Nationalspieler und das einzige ohne Endrundenerfahrung. Solche bringen aus dem Kader nur Ex-Nationalspieler Christoph Eimer und Trainer Volker Fried mit. Bei den Torerfolgen liegt der DHC an dritter Stelle der vier Endrundenteilnehmer und hat mit 70 Gegentreffern die zahlenmäßig schwächste Abwehr. Konstanz in den Leistungen fehlte in dieser Saison. Gute Spiele, wie die Siege gegen Neuss und Gladbach, wechselten mit schwachen Auftritten bei den Niederlagen gegen Mülheim und Krefeld und knappen Erfolgen gegen BW Köln. Auf zwölf nahezu gleichstarke Spieler stützt sich der Erfolg der Düsseldorfer in den vergangenen drei Jahren, in denen auch der Weggang von Nationalspieler Oliver Korn (nach Krefeld) verkraftet wurde. Die Mannschaft tritt sehr geschlossen auf und spielt zum größten Teil seit Jahren zusammen. In Neuzugang Alexander Otte und Jens Giese besitzt der DHC zwei torgefährliche Stürmer, wobei Otte sogar auf Nummer sieben der Top-Ten-Torjäger der Bundesliga zu finden ist.
Hockey (krum) Von seiner derzeitigen Stärke ist der Berliner HC, auf den Krefeld im Finale der Deutschen Hallenmeisterschaft in Hamburg treffen könnte, fast selbst überrascht. Nach dem 8:2-Sieg im Viertelfinale genen den TG Frankenthal kommentierte der Teammanager Horst Buhr: „Wir sind offensichtlich besser, als wir selber glaubten.“ Die Verwunderung der Berliner ist verständlich. Denn der letzte Meisterschaftstitel des über 100-jährigen Berliner Traditionsclubs, der seit 1990 in der Bundesliga spielt, ist 32 Jahre her. Doch es geht aufwärts: Im vergangenen Jahr wurde der Berliner HC Vize-Meister in der Halle.
Verantwortlich für den momentanen Erfolg ist nicht zuletzt Torhüter Ulrich Bubolz, der in diesem Jahr auch bei der Hallen-Weltmeisterschaft dabei ist. „Der ist derzeit in der Form seines Lebens“, sagt Buhr. Und mit Abwehrspieler Richard Braun hat die Mannschaft einen weiteren Nationalspieler zu bieten.
Das Ziel für die ab morgen anstehende Endrunde der Meisterschaft in Hamburg steht fest, so Geschäftsführer Stefan Zipter: ein starkes, taktisch diszipliniertes Spiel, das den Gegner unter Druck setzt. Der Wunschgegener fürs Finale? „Egal“, sagt Zipter. „Die sind alle schwer zu schlagen.“
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