Hockey: Sieg des kleinen Bruders
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 15.09.2008Mit einem Sieg gegen Berlin und einer Niederlage gegen Alster ist der Crefelder HTC in die Hockey-Bundesliga-Saison gestartet. Die Verantwortlichen waren damit zufrieden.
Im Duell der Witthaus-Brüder hat der „kleine Wittie“ einen Punktsieg davon getragen. Tim Witthaus gewann mit seinem neuen Verein, dem Club an der Alster, gestern gegen seinen früheren Club Crefelder HTC, bei dem sein Bruder Matthias spielt, mit 3:1. Ein Tor erzielte jedoch keiner der beiden, und auch die mit Schmunzeln angekündigte beidseitige Gelbe Karte blieb aus. Tags zuvor hatte der CHTC in der Auftaktpartie der Hockey-Bundesliga-Saison gegen den Berliner HC mit 3:2 gewonnen.
„Heute sind sich zwei Mannschaften begegnet, die auf Augenhöhe waren. Wir haben zwar etwa 40 Minuten des Spiels dominiert, doch am Ende war es durch das späte Siegtor ein glücklicher Erfolg“, kommentierte CHTC-Trainer Dr. Dietmar Alf das Spiel gegen Berlin. Vor rund 200 Zuschauern brauchte Krefeld gegen Berlin eine gehörige Portion Zeit, um ins Spiel zu kommen. Nach 24 Minuten erzielte Oskar Deecke dann das erste CHTC-Tor der neuen Spielzeit, als er eine Kurze Ecke verwandelte. Zuvor hatten die Berliner einen Schuss von Alan Butt mit dem Körper abgewehrt. Deeckes Tor allerdings war schon der erste Ausgleich, da die Gäste nach acht Minuten durch einen Treffer von Sandrakasi in Führung gegangen waren.
Nach dem 1:1 steigerten sich die Krefelder zusehends. Lohn war der Führungstreffer durch Felix Klein zwei Minuten vor der Halbzeitpause. Nach dem Wechsel drängte Krefeld und erspielte sich fünf Strafecken, die aber nicht von einem Torerfolg gekrönt wurden. Die Berliner machten es besser: Sie nutzten in der 60. Minute eine Kurze Ecke durch Lim zum 2:2, ehe zwei Minuten vor dem Ende erneut Felix Klein der umjubelte Siegtreffer gelang. André Otten hatte die Vorarbeit geleistet. „Dieser Sieg war wichtig, vor allem, wenn man die anderen Ergebnisse sieht“, sagte Alf.
In der gestrigen Partie stand der Kampf im Vordergrund. Der deutsche Meister Alster, der tags zuvor bei Aufsteiger Köln eine 2:6-Niederlage kassiert hatte, stand entsprechend unter Druck, um die Scharte auszuwetzen. Leidtragender waren die Krefelder, die sich jedoch über weite Strecken des Spiels als durchaus ebenbürtig präsentierten. Im zweiten Durchgang schlug Alster zwischen der 52. und 57. Spielminute gleich drei Mal zu, und davon erholte sich der CHTC nicht mehr. Immerhin gelang Philipp Fröschle in der 66. Minute nach Kurzer Ecke noch der Ehrentreffer.
„Wir waren besser als gestern, aber es hat eben nicht gereicht für uns“, sagte CHTC-Teammanager Robert Haake. „Aber gegen den Deutschen Meister darf man auch mal verlieren. Diese Punkte können wir verschmerzen.“
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