Eiskunstlauf: Sprung aufs Treppchen
VON KATRIN WANDEL - zuletzt aktualisiert: 06.02.2009Am Samstag kämpfen 33 junge Eiskunstläufer in der Rheinlandhalle um den Ina-Bauer Pokal. Es ist bereits die 30. Auflage des Nachwuchs-Wettbewerbs. Ausrichter ist der Eissport-Verein Krefeld.
Seit einigen Wochen üben die Krefelderinnen Lia Berdichevskaia (9), Bernadette Brüggen (12) und Anna-Maria Bansleben (9) noch fleißiger als sonst die Sprünge, Pirouetten und Schritte ihrer Eiskunstlauf-Kür. Die Mädchen proben mit Trainerin Irina Rakhlina für einen großen Tag: den morgigen Samstag, 7. Februar. Dann gehen ab 12 Uhr bereits zum 30. Mal beim Ina-Bauer-Pokal Nachwuchs-Kunstläufer aus der Region auf das Eis in der Rheinlandhalle. "Die Kinder freuen sich schon seit Wochen auf den Ina-Bauer Pokal", sagt Cordula Meisgen, Geschäftsführerin des ausrichtenden Eissport-Vereins Krefeld. "So ein Wettbewerb in der eigenen Eissporthalle ist schon etwas Besonderes. Da wollen die Mädchen und Jungen natürlich erst recht gut laufen."
Starter des EV Krefeld
Freiläufer: Melissa Gering, Alesia Rennella, Jimmy Atila, Julia Pelle, Julia Eichmann; Figurenläufer: Celine Alexy, Christina Fitz, Carina Jabunin, Louisa Kori-Lindner; Kunstläufer: Fiona Meisgen, Joel Koba; Anfänger: Lia Berdichevskaia, Bernadette Brüggen, Anna-Maria Bansleben
14 Krefelder auf dem Eis
Insgesamt 33 Starterinnen und Starter haben in diesem Jahr ihre Teilnahme gemeldet. 14 davon kommen aus dem Nachwuchsbereich des Eissport-Vereins Krefeld. Die Mädchen und Jungen gehen in den Kategorien Freiläufer, Figurenläufer, Kunstläufer, Anfänger mit maximal Kürklasse 6 und Neulinge mit maximal Kürklasse 4 an den Start. Gewertet wird nach Gruppen-, Einzel und Vereinsleistung.
Für Lia Berdichevskaia, Bernadette Brüggen und Anna-Maria Bansleben ist der Ina-Bauer Pokal gleichzeitig eine "Generalprobe" für die diesjährigen Landesmeisterschaften vom 20. bis 22. Februar in Dortmund. Denn dort werden sie auf dem Eis das gleiche Programm aus Elemente-Teil und zweieinhalbminütiger Kür zu einem klassischen Musikstück zeigen. Für alle drei Mädchen ist es die erste Teilnahme am NRW-Wettbewerb.
Benannt ist der Pokal, der die Nachwuchsarbeit im Eiskunstlaufen in Nordrhein-Westfalen fördern soll, nach der Krefelderin und ehemaligen Eiskunstläuferin Ina Bauer. Die dreimalige Deutsche Meisterin (1957-59) galt lange Jahre als weltbeste Kürläuferin. Heute ist die Tochter eines Seidenfabrikanten Ehrenmitglied im Eissport-Verein Krefeld. Sie selbst wird zum Jubiläum am Samstag allerdings nicht in der Rheinlandhalle sein und wie im vergangenen Jahr Tanja Szewczenko die Pokale verteilen. "Ina Bauer bleibt lieber im Hintergrund", erklärt Cordula Meisgen. Das heißt aber nicht, dass die 68-Jährige den Wettbewerb nicht verfolgen und mit dem Eiskunstlauf-Nachwuchs fiebern würde. "Sie drückt allen Teilnehmern fest die Daumen und gratuliert den Siegern persönlich per Telefon oder E-Mail", weiß Cordula Meisgen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

