Tigers hungrig auf Pinguine
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 19.11.2010 - 10:30Das Krefelder DEL-Team erwartet heute in Straubing ein heißer Tanz. Die Ostbayern wollen ihre Negativserie von vier Heimniederlagen in Folge beenden. Shvidki fährt als Tourist mit. Tepper spielt am Wochenende für Weißwasser.
Eishockey 12 Tage nach ihrem Auswärtssieg in Berlin geht für die Pinguine heute Abend die Jagd nach Punkten mit dem Gastspiel in Straubing weiter. Die Krefelder können sich dabei voll verausgaben, weil sie Sonntag spielfrei sind. Ihnen wird im Eisstadion am Pulverturm alles abverlangt. Denn die Tigers sind überaus hungrig auf die Pinguine und wollen in eigener Halle nach vier Pleiten endlich mal wieder einen Sieg einfahren.
"Ein Körper- und Kampfspiel"
In der Vergangenheit erwies sich eine Pause während der Meisterschaft für die Schwarz-Gelben meist als pures Gift. Letzte Saison wurde Spiel eins nach der Unterbrechung zwar gewonnen, anschließend setzte es sieben Niederlagen in Folge. "Wir haben diese Woche wie in einem Trainingscamp hart gearbeitet. Meine Spieler befinden sich in einer sehr guten Verfassung", sagte Rick Adduono gestern. Dass sein Team im September den Meisterschaftsauftakt in Straubing mit 2:1 für sich entscheiden konnte, spielt für den Coach keine Rolle mehr: "Wir haben danach zu Hause gegen die Tigers verloren. Das haben wir nicht vergessen. Wir stehen morgen vor einer sehr schweren Aufgabe. Straubing hat eine gute Mannschaft. Das wird ein Körper- und Kampfspiel. Wir müssen defensiv gut stehen und dürfen nicht viele Torchancen zulassen."
Am 12.12. um 19.05 Uhr
Das Heimspiel gegen Iserlohn am Sonntag, 12. Dezember, beginnt wegen der Live-Übertragung im Pay-TV erst um 19.05 Uhr.
Seit gestern sind die Pinguine auf dem Weihnachtsmarkt mit einem eigenen Stand vertreten. Dort werden bis zum 23.12. häufig auch Spieler anzutreffen sein.
Obwohl mit Duncan Milroy ein zwölfter Stürmer verpflichtet wurde, stehen Adduono heute nur elf Angreifer zu Verfügung. Marvin Tepper, der Mittwoch für Weißwasser spielte und das Derby in Dresden mit 1:2 verlor, soll heute und Sonntag bei den Füchsen weiter Spielpraxis sammeln. Gut möglich, dass Tepper auch danach noch in seiner alten Heimat bleibt. Denn Try-out-Stürmer Denis Shvidki fährt heute mit nach Straubing, allerdings nur als Tourist. In Kürze soll sich entscheiden, ob der Russe, der Sonntag 30 Jahre alt wird und der gestern mit der Team-Bekleidung ausgerüstet wurde, einen Vertrag erhält. Beide Trainer und den sportlichen Berater konnte der Rechtsaußen im Training überzeugen. "Wichtig ist aber auch, dass die gute Stimmung in der Kabine erhalten bleibt", sagte Noack gestern, der sich Anfang nächster Woche nochmal mit den Trainern beraten will, ob die vorletzte Ausländer-Lizenz für Shvidki vergeben werden soll. Dafür spricht auf jeden Fall das kommende Mammut-Programm mit neun Spielen im Dezember und deren zehn im Januar. Und laut Geschäftsführer Robert Haake soll das notwendige Geld für eine weitere Verpflichtung vorhanden sein.
Sehr angetan von seinem neuen Team ist Duncan Milroy, den die Pinguine gestern offiziell den Medien präsentierten. "Die Mannschaft ist unglaublich gut. Ich bin super aufgenommen worden. Die Stimmung in der Kabine ist prima", sagte der Kanadier, der mit Center Charlie Stephens und Patrick Hager in der zweiten Sturmreihe auflaufen wird. In der vierten Reihe sollen sich neben Philip Riefers und Andreas Driendl Stürmer der ersten drei Reihen abwechseln.
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