Tennis: Verletzung stoppte Blau-Weiß
VON JÖRG ZELLEN - zuletzt aktualisiert: 06.08.2007 - 10:30Beim Tabellenführer Grün-Weiß Mannheim gewann der Stadtwaldclub das erste Einzel, hatte dann aber wegen einer Bänderdehnung von Dennis van Scheppingen das Nachsehen und unterlag mit 2:4.
So spielten sie
Ergebnisse Peya - van Scheppingen 6:2, 1:1 Aufgabe, Gremelmayr - Gonzales 2:6, 3:6, Phau - Junqueira 6:3, 3:6, 8:10, Dorsch - Hemmes 6:1, 6:4, Peya/Phau - Gonzales/Junqueira 5:7, 6:4, 8:10, Elsner/Dorsch - Hemmes/Wilkat 6:3, 6:0.
Tabelle 1. Mannheim 12:2 Punkte, 2. Erfurter TC 11:3, 3. BW Halle 11:3, 4. Rochusclub 10:4, 5. Krefeld 9:5, 6. Aachen 7:7, 7. Neuss 4:10, 8. Reutlingen 3:13, 9. Solingen 2:12, 10. Nürnberg 1:11
Um 14.07 Uhr zerplatzte gestern der blau-weiße Traum vom fünften Saisonsieg. Dennis van Scheppingen führte im zweiten Satz des Spitzeneinzels gegen Alexander Peya mit 1:0, als es passierte. Beim Weg ans Netz blieb er in der Asche hängen und musste wenige Minuten später verletzt aufgeben. Damit lagen die Blau-Weißen, die an einem Punktgewinn schnupperten, mit 1:3 hinten. In den Doppeln durfte erstmals Pascal Wilkat ran.
Die Gäste von der Hüttenallee erwischten einen glänzenden Start. Maximo Gonzales machte gegen den Mannheimer Dennis Gremelmayr das bislang beste Match im Dress des HTC. Zwar gab „Macci“ gleich zu Beginn der Partie seinen Aufschlag ab, doch dann spielte er seinen Kontrahenten schwindelig. Mit 6:2 ging der erste Satz an ihn. Während die Grün-Weiße Nummer zwei immer mehr Fehler produzierte und lautstark mit sich haderte, nutzte Gonzales die sich bietenden Chancen eiskalt aus. Ein weiteres Break reichte ihm, um den zweiten Durchgang mit 6:3 für sich zu entscheiden – die Krefelder Führung.
Auf den beiden anderen Plätzen lief es nicht so gut für die Blau-Weißen. Fred Hemmes hatten gegen den Debütanten der Mannheimer, Benedikt Dorsch, große Probleme und musste sich nach nicht einmal 25 Minuten mit 1:6 geschlagen geben. Auch im zweiten Satz machte der Niederländer zunächst viele unnötige Fehler, kam aber zurück ins Match, um mit 4:6 zu verlieren.
Auch Diego Junqueira bekam Björn Phau nicht in den Griff. Der Argentinier mit italienischem Pass spielte zwar gut, doch in den entscheidenden Momenten hatte der junge Deutsche auf der anderen Netzseite mehr Glück. Mit 3:6 ging der erste Satz verloren. Dann drehte der Südamerikaner auf und erzwang den Champions Tie Break, den er jedoch mit 8:10 abgab.
Nun lag es an Dennis van Scheppingen. Im Duell gegen den österreichischen Daviscup-Spieler Alexander Peya hatte er Startschwierigkeiten, wollte dann angreifen, doch seine Bänderdehnung hinderte ihn. Laut Angaben des Krefelder Physiotherapeuten Brendan Rijsdijk muss der Niederländer mindestens eine Woche den Schläger zur Seite legen. „So ein Mist“, ärgerte sich van Scheppingen.
Auf Grund dieser unglücklichen Umstände kam Pascal Wilkat zu seinem ersten Bundesliga-Match. Der 24-Jährige spielt seit sieben Jahren für den HTC und durfte gestern an der Seite von Fred Hemmes im Doppel antreten. Im ersten Satz verkauften sich beide sehr teuer, verloren mit nur einem Break 3:6. Im zweiten Durchgang wurde es zwar deutlich (6:0), doch das erstmals zusammen spielende Doppel hatte keinen Grund, sich zu ärgern. Das Gaucho-Doppel der Blau-Weißen traf auf Peya/Phau und siegte im Champions Tie Break mit 10:8.
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