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Tennis: Wichtiger Sieg für HTC Blau-Weiß

VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 14.07.2008

Der Krefelder Bundesligist bezwang gestern im zweiten Saison-Heimspiel den Aufsteiger ETUF Essen vor 800 Zuschauern mit 4:2.

Nach dem 2:2-Zwischenstand sorgten die beiden Doppel der Gastgeber für ein spannendes Finale und holten im Champions-Tiebreak den Sieg.

Diesmal fand der Krimi an der Hüttenallee ein gutes Ende für die Blau-Weißen. Nach der unglücklichen Heimniederlage vor einer Woche gegen Halle, herrschte gestern nach dem letzten Ballwechsel endlich großer Jubel im Lager der Krefelder. Mit dem ersten Saisonsieg gab der HTC die Rote Laterne ab und machte mit dem 4:2 über Bundesliga-Rückkehrer ETUF Essen auf dem Weg zum Klassenerhalt einen ganz wichtigen und vielleicht schon vorentscheidenden Schritt. Bei optimalem Tenniswetter sahen die Zuschauer überaus spannende und teilweise gutklassige Begegnungen. Nach den Einzeln (2:2) bewies Blau-Weiß-Teamchef Olaf Merkel bei der Zusammenstellung der Doppel ein geschicktes Händchen.

Ferreiro hielt sein Wort

Auch wenn die Gäste nicht in Bestbesetzung antreten konnten, waren sie nach wie vor auf dem Papier (ATP-Ranking) favorisiert. Den besseren Auftakt erwischten allerdings die Hausherren. Franco Ferreiro (ATP 140) hatte am Samstag beim Treffen mit Medienvertretern einen Sieg versprochen. An Position zwei hielt der Brasilianer mit spanischem Pass sein Wort und gewann gegen den belgischen Davis-Cup-Spieler Christophe Rochus (ATP 111) locker den ersten Satz (6:2). Vielleicht zu locker, denn in Durchgang zwei wurde es plötzlich eng für den Krefelder. Besonders, als er beim 5:4 seinem Gegner mit drei Doppelfehlern das Break förmlich schenkte. Doch im Tiebreak spielte Ferreiro konzentriert und brachte sein Team in Führung.

Nichts zu bestellen hatte diesmal an Position vier Dennis van Scheppingen, der gegen das Topspintennis des jungen Spaniers Daniel Munoz-De La Nava (ATP 192) kein Rezept fand und klar unterlag. Den zweiten Punkt für die Blau-Weißen holte Juan-Martin Aranguren. Den Franzosen Edouard Roger-Vasselin (ATP 170) hatte der Argentinier zunächst gut im Griff (6:2). Im zweiten Durchgang wurde sein Gegner immer sicherer. Der Champions-Tiebreak war dann ein „Minibreak-Festival“, das Aranguren nach 6:8-Rückstand mit vier Punkten in Folge noch gewann.

Gegner erwischte Sahnetag

Gespannt waren die Blau-Weiß-Fans auf das Debüt von Brian Dabul (ATP 114). Im Spitzeneinzel traf Krefelds neuer Argentinier auf Pablo Cuevas (ATP 117) aus Uruguay. Der Essener Neuzugang erwischte einen Sahnetag. Immer wieder passierte er den fast schon resignierenden Dabul mit knallharten Vor- und Rückhand schlägen. Keine einzige Breakchance hatte der kleine Blau-Weiße. Am Ende musste er dann noch tatenlos zusehen, wie Cuevas das Match mit vier Assen in Folge für sich entschied.

„Eine ganz heiße Kiste“

In den beiden Doppeln setzte Teamchef Merkel dann voll auf Sieg. Doch zunächst schien seine Taktik, van Scheppingen und Ferreiro zu trennen, nicht aufzugehen. Essen gewann jeweils den ersten Satz. Die dritte Saisonniederlage in Folge drohte. Es entwickelte sich zur Freude der Zuschauer noch ein toller Krimi, bei dem beide Spiele für Krefeld im Champions-Tiebreak von Erfolg gekrönt waren. „Im letzten Jahr haben wir ja schon viele enge Spiele gewonnen. Aber das heutige Match war eine ganz heiße Kiste“, sagte Merkel hinterher.

Quelle: RP

 
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