Fußball: "Wie zu Bundesliga-Zeiten"
zuletzt aktualisiert: 03.12.2009Werner Vollack, der ehemalige Bundesliga-Torwart des FC Bayer Uerdingen, heute einer der Platzwarte in der Grotenburg, staunte gestern nicht schlecht, was in den Katakomben der altehrwürdigen Arena los war: "Das ist ja fast so wie in der Bundesliga." Das gestrige Medienaufgebot erinnerte sogar an die glorreichen internationalen Uerdinger Zeiten mit dem Europacup-Duell gegen Atletico Madrid als Höhepunkt.
Zu den derzeitigen Uerdinger Spielern, die vor dem Training die Ankunft Ailtons verfolgten, gehörte auch Sven Kegel. "Wir freuen uns darüber. Er kann mit seinen Toren dazu beitragen, dass wir in die NRW-Liga aufsteigen. Gerade für die jüngeren Spieler ist das ein unglaublicher Ansporn, mit ihm zusammen spielen zu dürfen. Das kitzelt jetzt hoffentlich noch ein paar Prozent mehr heraus. Er wird aber keinen Sonderstatus bekommen. Wir können nur als Team Erfolg haben. Und er ist auch nur ein Teil davon", sagte der Kapitän.
Trainer-Manager Wolfgang Maes meinte: "Ailton ist ein super Typ und macht auf mich einen sehr guten Eindruck." Und ergänzte augenzwinkernd: "Wir fangen mit dem Training am besten schon am 26. Dezember an, dann ist er auch pünktlich am 8. Januar da."
Co-Trainer Ralf Kessen reagierte ziemlich begeistert: "Klasse, dass das geklappt hat. Einziges Problem, was die Verpflichtung nach sich ziehen könnte: Unsere Gegner sind immer hundertzwanzig prozentig motiviert. Das wird es uns jetzt sicher nicht leichter machen."
Spieler Bilal Lekesiz, kann es schon gar nicht mehr abwarten, bis er beim ersten Training nach der Winterpause mit seinem neuen prominenten Mannschaftskollegen auf dem Platz steht: "Wir freuen uns total. Das ist ja unglaublich, was hier so abgeht. Als ich gekommen bin, war hier nicht soviel los."
Obwohl die beiden Uerdinger D-Jugendspieler Benjamin Krings und Nils Maier erst gerade laufen konnten, als Ailton nach Deutschland kam, kennen sie als eingefleischte Fußballfans den Torjäger ganz genau. Und wie es sich für einen echten Fans gehört, trugen sie bereits gestern das neue KFC-Trikot mit der Nummer 10, und das mit stolzer Brust.
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