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Eiskunstlauf: Zientek beendet Durststrecke

VON FRANK LANGEN - zuletzt aktualisiert: 18.01.2012

Eiskunstlauf (RP). Die Hülserin Katharina Zientek gewann im Eiskunstlauf als Dritte bei den Deutschen Meisterschaften in Oberstdorf eine Einzelmedaille für Krefeld. Bei den Senioren war dies zuletzt vor 15 Jahren Jens ter Laak gelungen.

Eine internationale Karriere strebt Katharina Zientek derzeit noch nicht an. Die 17 Jahre alte Eiskunstläuferin will nach dem Abitur Medizin studieren.  Foto:  Strücken
Eine internationale Karriere strebt Katharina Zientek derzeit noch nicht an. Die 17 Jahre alte Eiskunstläuferin will nach dem Abitur Medizin studieren. Foto: Strücken

Eiskunstlauf Die Zeiten, in denen Eiskunstlauf als Sportart eine führende Rolle in Krefeld hatte, sind schon lange vorbei. Umso größer war jetzt die Freude, dass mit der Hülserin Katharina Zientek vom Schlittschuhclub Krefeld nach jahrelanger Durststrecke bei den Deutschen Meisterschaften in der Meisterklasse endlich wieder eine Krefelderin bei den Senioren eine Einzelmedaille holte.

Die 17 Jahre alte Gymnasiastin machte schon sehr früh Bekanntschaft mit dem Weihnachtsmärchen in der Rheinlandhalle und beschloss nach einem Schnupperkursus in der Eislaufschule, es auch mal auf dem Eis zu versuchen. Als Sechsjährige begann Zientek, sich den Status vom Freiläufer bis hin zum Kunstläufer zu erarbeiten. Der Gewinn des Ina-Bauer-Pokals 2004 im Eiskunstlauf war der verdiente Lohn für die Mühen. "Das war schon ein tolles Gefühl, vor heimischem Publikum zu gewinnen", erinnert sich Katharina Zientek.

Info

Krefelder Medaillen

Bei den Deutschen Meisterschaften gelang es nach dem zweiten Weltkrieg bisher drei Krefeldern, eine Einzelmedaille zu ergattern. Neben Marlies Mildebrath-Schroer (gewann 1948 Silber) und Ina Bauer (wurde 1956 Zweite und gewann in den drei folgenden Jahren sogar den Titel) schaffte nur noch Jens ter Laak vom Schlittschuhclub Krefeld 1997 als Dritter den Sprung auf das Siegertreppchen.

Weiter ging es mit den Eiskunstlauftests, auch Kürklassen genannt, wo in acht verschiedenen Schwierigkeitsgraden gesprungen werden muss. Mit 14 Jahren bestand Zientek die höchste Kürklasse mit einem doppelten Axel und einem Dreifach-Toeloop. Der erste internationale Auftritt bei der NRW-Trophy in Dortmund ließ da auch nicht lange auf sich warten. "Da war ich allerdings nicht so gut ", sagt das Krefelder Eiskunstlauf-Talent heute noch selbstkritisch. Immerhin reichte es in den folgenden Jahren zu vier Teilnahmen bei den deutschen Meisterschaften im Nachwuchsbereich, wo 2010 mit dem sechsten Platz die beste Platzierung bei den Junioren heraussprang.

"Der dritte Platz von Katharina in Oberstdorf ist von großer Bedeutung für uns als Verein", lobt SCK-Vorstandsmitglied Jens ter Laak die neue Galionsfigur seines Vereins. So hat Zientek als Einzige im Kurzprogramm einen Dreifach-Toeloop in Kombination ohne Probleme hinbekommen, was ihr auch viele Punkte einbrachte. Dem fünften Platz im Kurzprogramm folgte eine nahezu fehlerfreie Kür, die am Ende den dritten Platz einbrachte. "Ich bin mit keinen großen Erwartungen nach Oberstdorf gefahren, habe aber bis zum Schluss auf der Tribüne um den dritten Platz gezittert", sagt Zientek. Dass sie die ersten Glückwünsche aus Krefeld gleich nach der Bekanntgabe bekam, verstand sich von selbst.

An eine internationale oder Profi-Karriere denkt sie allerdings nicht. Zuerst wird das Abitur gemacht, danach rückt ein Medizin-Studim in den Mittelpunkt. Für die Zeit nach ihrer aktiven Karriere hat Zientek schon Überlegungen angestellt. Zwar sei der Job als Trainer nichts für sie, dafür würde sie gerne als Preisrichterin ihrem Sport erhalten bleiben. Anfang Februar gilt es allerdings erst einmal, in Oberstdorf bei den Bavarian-Open mit dem gleichen Laufprogramm die bisherige Leistung zu bestätigen. "Ich laufe dann allerdings nicht auf Platzierung, sondern will mit der Mindestpunktzahl von 123 Punkten in den Bundeskader kommen", lautet das nächste Ziel.

Quelle: RP


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