Hockey: Zwei Endspiele
VON OLIVER SCHAULAND - zuletzt aktualisiert: 10.01.2008Hockey-Bundesligist CHTC spielt heute um 20Uhr beim Düsseldorfer SC. Das letzte Heimspiel der Saison findet Sonntag in der Kurt Tucholsky-Halle gegen SW Neuss statt. Dann geht es um den Einzug ins Viertelfinale.
Hallen-Hockey Für die Herren des Crefelder HTC geht es im heutigen Duell beim Düsseldorfer SC schon um Alles. Nach den beiden Niederlagen gegen den Düsseldorfer HC (4:7) und Uhlenhorst Mühlheim (9:11) am Jahresende, stehen die Mannen von Trainer Dietmar Alf stark unter Druck. Die Seidenstädter belegen nur noch den dritten Tabellenplatz der West-Liga. Für das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren sich nur die ersten beiden Mannschaften. Der Titelverteidiger aus Krefelder muss somit die letzten beiden Saisonspiele gewinnen, um die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale zu wahren.
Ein echtes Endspiel
Gegen den sieglosen Tabellenletzten aus Düsseldorf ist ein Erfolg natürlich Pflicht. „Wenn wir gegen Düsseldorf verlieren, haben wir es auch nicht verdient“, sagt Kapitän Matthias Witthaus. Trotzdem wolle man das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das Hinspiel ging mit 15:5 deutlich an die Krefelder. Gewinnen die Rot-Grünen erwartungsgemäß gegen den DSC, könnte es am kommenden Sonntag (14 Uhr) in der Kurt Tucholsky-Halle gegen Schwarz-Weiß Neuss zu einem Endspiel kommt. Denn die Neusser spielen morgen gegen den Düsseldorfer HC, den Vierten der Liga. „Ich hoffe, dass der DHC bei Neuss gewinnt, denn dann können wir Schwarz-Weiß noch einholen“, sagt Witthaus. Doch dazu müssen die Seidenstädter selber gegen SW Neuss gewinnen. Ein Unentschieden wie im Hinspiel (6:6) würde den Krefeldern nicht reichen. Zum Glück kann Trainer Dietmar Alf aus dem Vollen schöpfen, denn es gibt keine Verletzten zu beklagen. Auch Alan Butt, der aus beruflichen Gründen die Woche über nicht mittrainieren konnte, steht wieder zur Verfügung.
Testspiel verloren
Die Vorbereitung auf die letzten Saisonspiele verlief dennoch holprig. Ein Trainingsspiel am vergangenen Sonntag ging bei Uhlenhorst Mühlheim verlor der amtierende Deutsche Meister mit 6:10. Vor allem die derzeitige Abschlussschwäche der Mannschaft wurde erneut sichtbar. „Wir schaffen es im Moment einfach nicht, den Ball ins Tor zu kriegen“, sagt Robert Haake. Dabei spiele man häufig besser als der Gegner.
Das heutige Spiel beim Düsseldorfer SC kann für den CHTC so etwas wie ein Neuanfang werden. Nach dem unrühmlichen Jahresabschluss 2007 soll endlich wieder ein Erfolgserlebnis her. „Wir haben den Anspruch, zur deutschen Endrunde zu kommen“, sagt Haake. Die letzten beiden Spiele der Hallensaison werden für die Krefelder auf jeden Fall eine sehr spannende Zitterpartie.
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