Wegberg: Ärger um Turnhallen-Verkauf
VON DANIELA GIESS - zuletzt aktualisiert: 23.10.2008Wegberg (RPO). Die Stadt Wegberg hat die Turnhalle in Dalheim an die Waldorfschule verkauft. Viele Dalheimer fühlen sich übergangen. Das wurde bei der Sitzung des Dorfausschusses deutlich.
DALHEIM-RÖDGEN Mitglieder des Dorfausschusses fühlen sich beim Verkauf der Turnhalle an die freie Waldorfschule übergangen. Die Stadt Wegberg habe das Gebäude einfach veräußert, ohne das Vorhaben vorher im Dorfausschuss zu erläutern, hieß es bei dem Treffen des Gremiums in der Gaststätte Dalheimer Hof.
Die Waldorfschule ist mittlerweile in das ehemalige Gebäude der Sprachheilschule eingezogen. Wie Dorfausschuss-Vorsitzender Ulrich Essinger erläuterte, habe Bürgermeisterin Hedwig Klein inzwischen darüber informiert, dass die Turnhalle an fünf Terminen im Jahr weiterhin von den Ortsvereinen für deren Veranstaltungen genutzt werden könne. Dass dies auch notariell festgehalten werde, habe die Wegberger Verwaltungschefin zugesichert. Probleme sieht Essinger ab dem Jahr 2010 auf den Kindergarten zukommen. Bis dahin dürften die Steppkes die Halle noch für ihre wöchentlichen Turnstunden nutzen, sagte Essinger. „Wir hoffen auf ein vernünftiges Miteinander“, betonte der Dorfausschuss-Vorsitzende.
Sichtlich stolz sind die Mitglieder des Dalheimer Dorfausschusses auf den neuen Spielplatz in der Königsberger Straße, der im Sommer offiziell seiner Bestimmung übergeben worden war. Bereits vor zwei Jahren habe man begonnen, die Pläne in die Tat umzusetzen, berichtete Essinger. Früher seien auf dem einstigen Wildwuchs-Gelände Rasenschnitt und Äste der Anwohner deponiert worden. Eine Rutschbahn steht zurzeit ganz oben auf der Wunschliste der Mädchen und Jungen, die den Spielplatz nutzen. „Schön, dass dort regelmäßig Kinder spielen“, sagte Ulrich Essinger.
Beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ belegten die Ortschaften Dalheim und Rödgen jeweils den zweiten Platz. Die Geldprämie betrug 210 Euro pro Ortschaft.
86 Teilnehmer waren bei der Seniorenfahrt des Dorfausschusses zu verzeichnen, die im Sommer auf der Siebengebirgslinie bis nach Linz führte, wo eine Schifffahrt auf dem Programm stand. Vorschläge für den nächsten Ausflug nimmt der Dorfausschuss-Vorstand entgegen.
Für das anonyme Gräberfeld wird ein Steinmetz gesucht, der im Rahmen eines Sponsorings einen passenden Grabstein mit Aufschrift zur Verfügung stellt.
Unzufrieden zeigte sich Essinger mit der Pflege des Kreisverkehrs an der Gaststätte Lisges. Die Vereine hätten ihre Zusage, die Pflege zu übernehmen, nicht eingehalten. Deshalb werde die Stadtverwaltung jetzt wieder dafür zuständig sein.
Nachdem ein Vorstandsmitglied aus privaten Gründen ausgeschieden sei, wird ein Nachfolger gesucht, der sich bei der nächsten Dorfversammlung in Dalheim-Rödgen im Frühjahr zur Wahl stellen soll. Ausdrücklich begrüßt wurde die Neueröffnung des Ausflugslokals Dalheimer Mühle.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



