Wegberg: Altar erstrahlt in neuem Glanz
VON NICOLE PETERS - zuletzt aktualisiert: 12.05.2010Wegberg (RPO). Sieben Monate dauerte die handwerkliche Restaurierung des Marien-Altars aus der Merbecker Pfarrkirche in einer Leverkusener Fachwerkstatt. Jetzt kehrte der Altar in seinem edlen ursprünglichen Zustand zurück.
Segnen und spenden
Maiandacht am 7. Mai, Eröffnung um 18.15 Uhr, im anschließenden Gottesdienst wird der Altar gesegnet – musikalische Gestaltung durch den Kirchenchor
Spenden für den Anna-Altar unter Kontonummer 7 500 101 495, BLZ 31261282, Volksbank Erkelenz, Inhaber Kirchenkasse, Verwendungszweck "Erneuerung der Altäre" Pfarrbüro unter Tel. 02434 4607
Ist der Marien-Altar von den Sachverständigen der Grass-Restaurierung auch in seinen edlen ursprünglichen Zustand zurück versetzt worden, sind beim Aufbau doch moderne Mittel im Einsatz. "Jetzt machen wir es solide mit Schrauben, statt, wie damals geschehen, zu nageln", kommentiert Diplom-Restauratorin Diana Grass.
Im Originalzustand
Sie befindet sich mit zwei Mitarbeitern mitten in den Arbeiten zum Aufstellen des restaurierten Marien-Altars, der in neuem Glanz an gewohnter Stelle im linken Seitenschiff der Pfarrkirche St. Maternus stehen wird. Rund sieben Monate war der Seitenaltar aus dem Jahr 1907 in der Leverkusener Werkstatt in handwerklicher restauratorischer Tätigkeit überarbeitet worden – um pünktlich zum Monat Mai im Originalzustand wiederzukehren.
Damit hatten die Restauratoren die zeitliche Vorgabe überaus pünktlich eingehalten, wobei die Kosten aufgrund zusätzlicher Arbeiten rund 4500 Euro höher lagen, als im Vorfeld veranschlagt. "Wir haben den Altar wie ein Puzzle auseinanderdividiert und die Einzelteile neu zusammengesteckt", beschrieb Diana Grass die Vorgehensweise, "dabei haben wir zusätzliche Teile gefunden und mussten wesentliche Großteile nachschnitzen." So ergänzten sie etwa die Abschluss-Seiten des Schreines um Schnitzelemente und fügten ein Zwischenstück im Hauptturm ein. Zudem hätten sie an vielen Stellen unerwartet weitere Farbschichten ausgemacht.
Die Hauptarbeit habe im Entfernen der zumeist roten Farbschicht bestanden, die ein ortsansässiger Maler in den 1960er Jahren aufgetragen hatte, fasste sie zusammen. "Auf den Architekturteilen kamen weitere Farben wie grün und blau neben der Eichenholzstruktur zum Vorschein", fuhr sie fort. "Die Gewänder der Figuren haben wir mattiert und die Inkarnate wie Gesicht und Hände vom vergilbten Lacküberzug befreit." Nach feinen Arbeiten bis in alle Winkel und dem Retuschieren von Fehlstellen legten die Fachleute einen schützenden Überzug auf – und stellten mit all diesen Maßnahmen den Originalzustand mit klaren Farben und edler Ausstrahlung wieder her. Dass der Altar bereits im Marienmonat Mai fertig wurde, freut die Merbecker Kirchengemeinde zusätzlich. "In Merbeck schmücken wir traditionell den Marien-Altar während des gesamten Maimonats", erzählte Kirchenvorstandsmitglied Rita Körner. "Jedes Jahr sammelt ein anderer Straßenzug Geld für Hortensien und Buchsbaumgebinde, und zur Maiandacht am 7. Mai werden alle Kommunionkinder in festlicher Kleidung erwartet."
Anna-Altar vor Restaurierung
Für den baugleichen Anna-Altar, der voraussichtlich bis zum Weihnachtsfest restauriert werden wird, würden weitere Spenden benötigt: Damit auch dieser Seitenaltar in naher Zukunft ebenso strahlen kann.
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