Wegberg: Auf Südafrika-Reise vorbereitet
VON NICOLE PETERS - zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Wegberg (RP). In dem zweiten von drei Vorbereitungswochenenden haben sich Pfadfinder aus dem Bistum Aachen auf ein Klimaprojekt in Südafrika vorbereitet, das sie mit südafrikanischen Pfadfindern durchführen werden.
Zwei der südafrikanischen Partner informierten vorab über ihr Heimatland.
Es ist ein Projekt, das vor zwei Jahren seinen Anfang nahm. Damals hatten Pfadfinder der Roverstufe, das sind die ältesten Pfadfinder, die Idee, nach Süd-Afrika zu reisen und dabei wichtige Aspekte von Ökologie und Klima ins Zentrum zu rücken. Das berichtete Franz-Josef Pfennigs, Referent dieser Stufe im Diözesanverband Aachen, am Wochenende im Haus St. Georg, wo sich die Gruppe vor der Reise traf.
Zum zweiten von drei Vorbereitungswochenenden waren 24 Jugendliche und deren Gruppenleiter ins Haus St. Georg gekommen, um sich auf den dreiwöchigen Aufenthalt mit Kooperationsübungen vorzubereiten. Zwei angereiste südafrikanische Pfadfinder, die die Gruppe in den Sommerferien begleiten werden, gaben dazu Informationen zu Land und Leuten aus erster Hand. "Während unseres Aufenthaltes in der Provinz Mpumalanga werden wir mehrere Klimaprojekte durchführen", erläuterte Pfennigs, "es könnte das Anlegen von Schulgärten sein, und es wird eine Scouthalle gebaut, bei der es die Möglichkeit gibt, eine Solaranlage auf dem Dach zu installieren."
Auf Südafrika vorbereitet
Zu Apartheid, Land und Leuten und zur Geschichte sollten die Teilnehmer ebenso etwas lernen. "Zudem gucken wir uns ein paar soziale Projekte an", ergänzte Lars Kirches, Mitglied des vorbereitenden Arbeitskreises, "auch am jetzigen Wochenende haben wir uns intensiv mit dem Thema HIV und Aids beschäftigt." Sehr viele Menschen würden in Südafrika an dieser Krankheit sterben.
Damit sich die Teilnehmer verschiedener Pfadfinder-Gruppen am Wochenende besser kennenlernen und zu einer Gruppe zusammenwachsen konnten, kochten sie zusammen, besprachen organisatorische Dinge und absolvierten Team- und Kooperationsübungen. "Unsere beiden Reiseleiter Sifiso Malinga und Vusi Johan Mazwayi, beide Pfadfinder aus der Region Mpumalanga, haben uns mit Erzählungen das Land nähergebracht", sagte Referent Pfennigs, "und sie werden die von den Teilnehmern geäußerten Wünsche am Freitag in ihr Land mit zurücknehmen." Die Armenviertel in den Städten zu besuchen oder an wöchentlichen Pfadfinder-Treffen teilzunehmen, seien einige davon.
Gegenbesuch geplant
Lisa Jagdfeld freut sich als eine der Teilnehmerinnen auf die Reise: "Ich bin daran interessiert, andere Kulturen und Länder kennenzulernen oder zu erfahren, welche Unterschiede es in der Organisation anderer Stämme gibt." Alle hoffen, dass sich aus der Reise eine nachhaltige Verbindung ergibt, schloss Pfennigs. Die Verbindungen nach Südafrika sollen aufrechterhalten werden, und ein Gegenbesuch einer südafrikanischen Gruppe ist angedacht.
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