Wassenberg: B 221n mit kleinen Änderungen
VON ANGELIKA HAHN - zuletzt aktualisiert: 23.02.2012Wassenberg (RP). Die Ausgangsplanung für die Umgehung B 221n Wassenberg ist zwischen Myhl und Wildenrath geändert worden. Jetzt lagen die Pläne erneut offen. Bürger können noch bis Monatsende Stellung nehmen.
Zum zweiten Mal nach 2009 waren Bürger, die sich von der geplanten Umgehung Wassenberg der Bundesstraße 221 (B 221 neu) betroffen fühlen, jetzt eingeladen, sich die Planung erläutern zu lassen und gegebenenfalls dazu Kommentare oder Einwendungen zu Papier zu bringen. Bis Mittwoch vor Karneval hing der Plan im Bauamt des Wassenberger Rathauses aus, ebenso in den Nachbarkommunen Erkelenz und Wegberg, und noch bis Ende des Monats können sich Bürger schriftlich dazu äußern.
Grund für die erneute Offenlegung sind einige Planänderungen, die sich aus den Einwendungen von Betroffenen beim ersten Anlauf vor zwei Jahren ergeben hatten, erläuterte Wilhelm Höfener, Niederlassungsleiter von Straßen NRW (Mönchengladbach) im RP-Gespräch. Einige Einwände erschienen der Bezirksregierung so gravierend, dass die Überplanung eines Teilbereichs zwischen Wildenrath und Myhl in einem vereinfachten Verfahren angeordnet wurde.
Die Umgehung
Aktuell zur Diskussion steht die B221n-Umgehung von Wildenrath bis zur Landstraße L117 (zwischen Wassenberg und Ratheim). Der Bereich wird als in sich geschlossener Bauabschnitt behandelt.
Unterbruch Die umstrittene Fortführung der B 221n um Unterbruch über die Rur wurde zurückgestellt.
Zum Einen betrifft die Planänderung eine leichte Verschiebung des Streckenverlaufs im Bereich des Siemens-Testrings um rund zehn Meter nach Westen. Das Eisenbahn-Bundesamt, so Höfener, hatte auf die Möglichkeit gepocht, Fläche für einen künftigen zweiten Schienenring zu sichern.
Die zweite wesentliche Änderung betrifft ein Brückenbauwerk für die Straße Myhlerfeld als Verbindung zwischen Myhl und Gerderath (Vossem), die damit erhalten bleibt. Dafür ist die geplante Überführung des Wirtschaftsweges am Flugplatzrand entfallen.
Weitere Änderungen sind dem Naturschutz geschuldet. So wurden zusätzliche Durchlässe, Tunnel und Schutzzäune für Amphibien, Wild- und vor allem die in der Myhler Schweiz zahlreichen Fledermausarten geplant, erläuterte Höfener.
Der lange diskutierte Trassenverlauf südlich um Myhl bis zur Landstraße 117 stand für die federführende Bezirksregierung hingegen nicht mehr zur Diskussion. Trotz etlicher Einwände bei der Offenlegung vor zwei Jahren gibt es in diesem Bereich keine Planänderung. "Unserer Meinung nach ist die Trasse bei Myhl die ökologisch sinnvollste Lösung, weil dadurch die Kreisstraße 20 durch die Myhler Schweiz (Landschaftsschutzgebiet) zurückgebaut werden kann", sagte Höfener. Bei einer Verschiebung der Straßenführung in Richtung Interkommunales Gewerbegebiet, wie von Kritikern gewünscht, hätte die K 20 als Parallelstraße erhalten bleiben müssen – und damit nach Meinung der Straßenplaner für insgesamt mehr Flächenversiegelung gesorgt.
Die 2009 schon zu Protokoll gebrachten Einwände flössen allerdings in das Gesamtverfahren ein, sagte Höfener. Sie würden zusammen mit dem Ergebnis der neuen Offenlegung beim Erörterungstermin mit allem Beteiligten – so sieht es das Planverfahren vor – besprochen. Dieser Termin dürfte, so schätzt Höfener, im Spätsommer oder Herbst dieses Jahres sein.
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