Wegberg: „Ralle“ auf neuem Kurs
VON MARKUS PEGGEN - zuletzt aktualisiert: 18.04.2008Wegberg (RPO). Die Höhner waren gestern. Für den Harbecker Musiker Ralf Rudnik hat ein neuer Karriere-Abschnitt begonnen. Zurzeit steckt er mitten in den Vorbereitungen für das erste Solo-Album samt Premierenkonzert.
Ralf „Ralle“ Rudnik hat derzeit alle Hände voll zu tun. Mit Hochdruck bastelt der Ex-Höhner-Gitarrist in seinem Harbecker Studio an seinem ersten Solo-Album und bereitet sein Premieren-Konzert mit seiner neuen eigenen Band am 23. Juni in Köln vor. Ganz „nebenbei“ hat er in den ersten Monaten des Jahres noch beim aktuellen Album der Klosterthaler „Himmelsstürmer“ ordentlich Hand angelegt und für Schlagersängerin Ireen Sheer einen Song produziert.
„Mehr Freizeit habe ich nicht, im Gegenteil“, sagt Ralle beim Besuch der RP, „der einzige Vorteil ist, ich muss nicht mehr so oft auf die Uhr gucken, ich arbeite jetzt dann, wenn ich Lust habe, und nicht, wie bei den Höhnern, wenn ich muss. Das ist der Unterschied, der es ausmacht.“ Ein Großteil der neuen Songs sind schon fertig und auf seiner Internetseite, teilweise sogar in voller Länge zu hören. „Es sind deutsche Texte, teils auf Kölsch, alles mehr persönlich und auch andere Titel, als ich sie bei den Höhnern gespielt habe“, sagt Rudnik über sein neues Projekt. Alle Songs hat er komplett alleine eingespielt, Unterstützung kam nur von zwei Chorsängerinnen und einem Pianisten.
Premieren-Werk
Sein Premieren-Werk präsentiert Rudnik am 23. Juni im Gloria Köln.
Eintrittskarten: für 27,25 Euro im Vorverkauf, unter anderem bei der Rurtal Produktion in Erkelenz, % 02431 1718.
Mehr Infos zu Ralle Rudnik und Hörproben seiner neuen eigenen Songs sind auf seiner Homepage zu finden unter:
Den Titel des Albums will er bis zur Präsentation Ende Mai noch geheim halten. Die Zeit bis dahin ist ohnehin knapp: „Man arbeitet für sich selbst ja bekanntlich immer als letztes“, gibt Ralle zu, „aber bis auf zwei Songs ist eigentlich alles fertig, ich warte nur noch auf die endgültigen Texte, das ist gar nicht so einfach.“ Seine Entscheidung, bei den Höhnern aufzuhören, hat er bislang nicht bereut: „Alle Tore waren geöffnet, meine letzte Single („Wenn nicht jetzt, wann dann“) war Nummer eins. Da war klar, dass ich auch die Zeile eines anderen Höhner-Songs ausleben wollte: Spar ding Dräum nit op für morje.
Am 23. Juni wird er sein neues Album in Köln präsentieren. Und organisiert schon kräftig. Die Show werde viele Sachen bringen, die es so noch nie gab, verspricht Rudnik und erinnert an die Zeiten von Montevideo, die Band sei damals schon in Sachen Effekte und Show Vorreiter gewesen. Dafür wird Ralle sogar noch einmal selbst zum Lichttechniker: „Ich werde meine Initialen RR über 200 kleine Lampen auf die Bühne bringen, die alle einzeln gesteuert werden. Das muss ich selbst programmieren, damit ich weiß, dass es gut wird.“ Dazu hat er sich mit dem Gloria ein altes Kino mit Atmosphäre ausgewählt: „Da passt einfach alles.“
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