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Wassenberg: Brand – elf Bewohner in Gefahr

VON ANGELIKA HAHN - zuletzt aktualisiert: 09.02.2012

Wassenberg (RP). Ein Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Heinsberger Straße in Wassenberg hielt am Dienstagabend Feuerwehr und Retter in Atem. Die Bewohner wurden zu Untersuchungen in Krankenhäuser gebracht.

In diesem Mehrfamilienhaus an der Heinsberger Straße wurde bei einem Küchenbrand eine Wohnung im Erdgeschoss unbewohnbar. Alle anderen Mieter konnten gestern ins Haus zurückkehren.  Foto:  Kreutz/ Heldens
In diesem Mehrfamilienhaus an der Heinsberger Straße wurde bei einem Küchenbrand eine Wohnung im Erdgeschoss unbewohnbar. Alle anderen Mieter konnten gestern ins Haus zurückkehren. Foto: Kreutz/ Heldens

Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften am Dienstagabend in der Wassenberger Unterstadt. Beim Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Heinsberger Straße wurde eine Wohnung unbewohnbar. Aufgrund des Rauchs, der sich im ganzen Haus, in dem derzeit fünf Familien leben, verbreitet hatte, wurden elf Bewohner, darunter auch Kinder, vorsorglich zur Untersuchung mit Rettungswagen in die Krankenhäuser nach Heinsberg und Rheydt gebracht.

Rauchgas kann Übelkeit und Kopfschmerzen hervorrufen. Wie Bewohner und Polizei gestern berichteten, konnten die meisten Bewohner inzwischen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, die dreiköpfige Familie aus der Brandwohnung werde vorübergehend bei Verwandten wohnen, berichtete die Polizei.

Durch Rauch in Fluchthauben

Die Löschgruppe Wassenberg war um 21.31 Uhr alarmiert worden. Vor Ort drang bereits dichter Rauch aus den Fenstern einer Wohnung im Parterre des dreigeschossigen Mehrfamilienhauses. Wie Wassenbergs Feuerwehrleiter Holger Röthling schilderte, war auch der Treppenraum bereits stark verraucht und ungeschützt nur noch unter Lebensgefahr passierbar.

Info

Topf geriet in Flammen

Ursache Ein auf dem Herd in Brand geratener Kochtopf, so ermittelte die Polizei, war die Ursache des Wohnungsbrandes. Die dreiköpfige Familie habe bei Verwandten unterkommen können. Die übrigen Mieter konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Rauchmelder Wie die Ermittler der Kripo feststellten, war die Brandwohnung nicht mit einem Rauchmelder ausgestattet. Die Bewohnerin, die sich im Wohnzimmer aufhielt, hatte das Feuer zunächst nicht bemerkt. In dem Zusammenhang weist die Polizei noch einmal darauf hin, dass Rauchmelder in Wohnungen sinnvoll sind.

Die meisten Bewohner des Hauses waren bereits ins Freie geflüchtet und standen – teilweise schon in Schlafkleidung – vor dem Gebäude. Rettungskräfte in einem Großraumwagen und Nachbarn kümmerten sich in ihren Wohnungen um die Betroffenen, versorgten sie mit Kaffee und Tee. "Die Lage gestaltete sich zu Beginn noch als sehr schwierig, da unklar war, ob sich noch weitere Personen im Gebäude aufhielten", berichtete Röthling. Wehrleute unter Atemschutz durchsuchten das Haus nach Personen. Eine Mutter mit einem elfjährigen Kind hatte sich auf einem Balkon im Dachgeschoss bemerkbar gemacht, sagte Röthling.

Mit Hilfe von Fluchthauben konnten die Frau und das Kind in Begleitung der Feuerwehr das Haus über die Treppe verlassen. Auch eine Katze wurde aus der Wohnung im Dachgeschoss gerettet. Obwohl das Feuer in der Erdgeschosswohnung rasch gelöscht war, hatten Feuerwehr- und Rettungsdienst vor dem Gebäude alle Hände voll zu tun.

Im Einsatz waren vier Rettungswagen, zwei Krankentransportwagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge und der Großraumrettungswagen des Kreises Heinsberg für Unfälle mit vielen Verletzten. Drei Notärzte kümmerten sich um die Bewohner.

Das Ordnungsamt und Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper machten sich vor Ort ein Bild. Der Stadtbetrieb Wassenberg wurde verständigt, um gefrierendes Löschwasser abzustreuen.

Die Löschgruppe Wassenberg war mit sechs Fahrzeugen und 22 Männern unter der Leitung von Wehrführer Holger Röthling und Löschgruppenführer Konrad Willms bis Mitternacht im Einsatz.

Quelle: RP


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