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Hückelhoven: Dem Bürgermeister macht’s Spaß

zuletzt aktualisiert: 09.07.2007

Hückelhoven (RPO). Hückelhoven befindet sich im Strukturwandel und hat wichtige Aufgaben bereits gestemmt. Arbeitsplätze, Steueraufkommen Investitionen in die Bildung – alles ist im grünen Bereich. Das bekommt Bürgermeister Bernd Jansen oft bestätigt. Ein Lob für alle Beteiligten.

Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen.  Foto: RPO
Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen. Foto: RPO

Die Stadt hat nach der Zechenschließung vieles auf die Beine gestellt, den Strukturwandel beherzt angepackt und dabei bis jetzt schon große Erfolge erzielt. Das bestätigen nicht nur Stimmen aus den Nachbarstädten, sondern auch Politiker, die vor zehn Jahren dabei waren – wie Norbert Blüm – oder auch heute aktiv sind, wie zuletzt NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.

Das Gewerbesteueraufkommen hat sich zwischenzeitlich verdreifacht, heute gibt es mehr Arbeitsplätze als vor zehn Jahren die Jobs verloren gingen, 60 Millionen Euro werden in die Schulen investiert, ganz nach dem Motto: „Was früher der Rohstoff Kohle für Hückelhoven war, ist heute der Rohstoff Bildung“, wie Bürgermeister Bernd Jansen beim Besuch Rüttgers sagte und ergänzte: „Es macht richtig Spaß, hier Bürgermeister zu sein.“ Wie geht’s weiter, was machen die laufenden Projekte? Einen Ausblick gab Jansen im Gespräch mit Stefan Claaßen.

Der seit Jahren bestehende Wunsch, die Millicher Halde zu öffnen und zu einem Naherholungsgebiet zu machen, soll noch in diesem Jahr Wirklichkeit werden. Möglich machen es ein EU-Projekt, Landes- und Kreiszuschüsse, die 75 Prozent der Kosten in Höhe von rund 380 000 Euro decken. Wie weit ist dieses Projekt bislang vorangekommen?

Jansen Schon ziemlich weit. Momentan laufen die Ausschreibungen, nach der Sommerpause ist die Vergabe der Arbeiten an der Reihe, und dann geht’s los.

Werden also die ersten Besucher noch in diesem Jahr die Halde besteigen können?

Jansen Ja, wir werden in diesem Jahr noch fertig. Was noch vom Rat entschieden werden muss, ist die Beleuchtung der „Himmelstreppe“ und der Aussichtsplattform. Wenn man sich dazu entschließt, darf es nicht kitschig aussehen, aber mit einem richtigen Lichtkonzept könnte es sicherlich ein Hingucker werden, der von weitem sichtbar ist.

Der Umbau der Parkhofstraße hat vor einigen Monaten begonnen. Durch die erneute Ausschreibung zu Beginn der Arbeiten hatte es einen kleinen Zeitverlust gegeben. Wie sieht es mittlerweile aus, ist alles wieder im Zeitplan?

Jansen Bisher hat es keine weiteren Verzögerungen gegeben. Die Straße wird pünktlich fertig sein, so dass wir vor der Sommerpause im nächsten Jahr mit ihrer offiziellen Übergabe und Eröffnung ein großes Fest feiern können. Übrigens unabhängig vom City-Fest im Herbst, das wird natürlich trotzdem stattfinden. Nach der Parkhofstraße werden die beiden Plätze in Angriff genommen, ebenso der Umbau des alten evangelischen Friedhofs zu einer Parkanlage.

Als bekannt wurde, dass es Überlegungen gab, die Finanzämter in Erkelenz und Geilenkirchen aufzulösen, hatte sich Heinsberg bemüht, Standort für das neue Finanzamt zu werden. Was damals nur wenige wussten, war die Tatsache, dass auch Hückelhoven mit im Rennen war. Jetzt bleibt alles wie gehabt. Enttäuscht?

Jansen Mit der jetzigen Lösung können wir sehr gut leben. Wir waren vor dem Hintergrund ins Rennen gegangen, dass es einen neuen Standort geben könnte. Warum sollte der in Heinsberg sein und nicht zentraler in Hückelhoven? Wir hatten einen Standort gegenüber vom Media-Markt angeboten. Der wäre nicht nur für die Bürger im Kreis zentral gewesen, sondern auch gut für die Bediensteten, die praktisch mitten in der Stadt gearbeitet und damit auch Einkaufsmöglichkeiten in der Pause oder nach Feierabend gehabt hätten.

Die Stadt Erkelenz hat gerade eine Überarbeitung ihres Internet-Auftritts vorgestellt. Wie sieht es mit Hückelhoven aus? Ein paar Baustellen auf der Datenautobahn?

Jansen So kann man’s sagen. Hier wird in der Tat „gebaut“. Und zwar in Form einer kompletten Überarbeitung der Homepage, die zum 1. Januar neu ins Netz gestellt wird. Aktueller, bürgerfreundlicher und mit dem Ratsinformationsdienst versehen, der detaillierten Einblick in die Arbeit des Stadtrates und seiner Ausschüsse gibt. Zudem wurde in diesem Jahr bereits eine Webcam installiert, die das Leben auf den Plätzen zeigt.

Zum Schluss eine Frage, die schon zig-fach beantwortet wurde, aber seit Monaten, wenn nicht Jahren immer wieder gestellt wird: Kommt Ikea nach Hückelhoven?

Jansen Die Antwort hat sich nicht geändert: Sie lautet definitiv nein. Ikea hat ganz klar gesagt, dass der Standort Kreis Heinsberg in den nächsten Jahren keine Rolle spielt.

Quelle: RP

 
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