Hückelhoven: Der "King of Pop" lebt
VON KERSTIN DE HAAS - zuletzt aktualisiert: 21.12.2009Hückelhoven (RPO). Ein gelungener Abend ist zu erwarten, wenn Publikumslieblinge wie "Rejoising" und "beets'n'berries" zusammentreffen. Aber das Konzert "Gospel meets unplugged" war noch besser. Und als Höhepunkt gab's "Thriller".
Erdbeeren sind super. Keine Frage. Pur ein absoluter Genuss. Aber Erdbeeren mit Sahne sind nunmal noch besser. Genuss in Vollendung sozusagen. Wer jetzt auch noch weiß, dass Jürgen Laaser, Chef der Veranstaltungsagentur "Kultur pur", eine Naschkatze ist, dem wird schnell klar, dass er die Zutaten für dieses grandiose Konzert zusammengestellt hat. Dabei war die Idee so naheliegend: Der Erkelenzer Gospel-Chor "Rejoising" ist seit Jahren ein starker Publikumsmagnet, und die ebenfalls aus Erkelenz stammende Unplugged-Band "beets'n'berries" hat sich durch ihren ganz besonderen Stil einen genauso besonderen Namen gemacht. Wer nun die Erdbeeren und wer die Sahne ist, sei mal dahin gestellt – jedenfalls sorgten beide bei der zweiten Auflage von "Gospel meets unplugged" in der Hückelhovener Aula für einen vollendeten Musik-Genuss.
Schon 500 Karten weg
Die Termine für die Konzerte im nächsten Jahr stehen bereits fest: Am 4. und 5. Dezember gibt es die dritte Auflage von "Gospel meets unplugged" in der Aula. Bereits jetzt sind rund 500 Karten reserviert.
Die neue CD von "Rejoising" könnte die Wartezeit überbrücken. Mehr dazu im Internet unter www.rejoising.de
Ein Auftritt mit Kult-Status
Einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran hat die Art der Präsentation dieses Konzertes – und da kann Jürgen Laaser auf seine langjährige Erfahrung der "Musical & More"-Shows zurückgreifen. Bühnenausstattung, Atmosphäre, Sound und Licht (für die letzteren war die Erkelenzer Firma Promotec zuständig) müssen stimmen, um den Abend perfekt zu machen. Und das war gleich zwei Mal der Fall: am Samstag und auch am Sonntag beim Zusatzkonzert (das nötig war, weil die Karten für den ersten Termin ruckzuck vergriffen waren). Das Beste aber waren die Musik und das Programm, das mit etlichen Attraktionen aufwartete. Angefangen bei der Tänzerin, die sich zu "Somewhere over the rainbow" im Scheinwerferlicht wiegte, über die Crazy-Cowboy-Nummer "No no never", bis hin zu Norbert Winzens Michael-Jackson-"Imitation" bei Thriller, die das Zeug zum Kult-Auftritt des Beets-Gitarristen haben dürfte – Zombies geisterten durchs Publikum, während auf der Bühne der Thrill-Dance abging.
Chor und Band wechselten sich mit ihren Darbietungen nicht ab im Programm, sondern verschmolzen zur Einheit. Da konnte sich schon mal Gänsehaut breit machen, wenn die Rejoisinger bei "Powerless" einsetzten oder ihre Solisten zu Duett-Partnern von Beets-Sängerin Natascha Wenrich wurden.
Unterhaltsam zwischendurch immer wieder Norbert Winzen, der sich einen Spaß daraus machte, das Publikum beider Abende gegeneinander auszuspielen ("Mal sehen, ob das Publikum morgen besser mitsingt als ihr"). Was zur Folge haben könnte, dass die Zuhörer bei der Neuauflage 2010 Karten für beide Konzerte kaufen und es vier Termine geben muss. Warum nicht? An Erdbeeren mit Sahne kann man sich ja auch nicht sattessen.
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