Kreis Heinsberg: Ein Dreieck der Freundschaft
VON DANIELA GIESS - zuletzt aktualisiert: 05.11.2011Kreis Heinsberg (RP). Eine bunte Show mit Beiträgen aus den drei Partnerkreisen kennzeichnete den Abschlussabend des Freundschaftsfestivals. Die Partnerschaft der Kreise Heinsberg, Midlothian und Komárom begann vor 40 Jahren.
Schottische Dudelsackspieler im karierten Kilt, grazile Tänzerinnen aus Ungarn mit bunten Kopftüchern und weit schwingenden Röcken, dazu die Big Band der Geilenkirchener Schützenbruderschaft: Bei der 18. Auflage des Freundschaftsfestivals mit Mitwirkenden aus dem Kreis Heinsberg, Midlothian (Schottland) sowie Komárom-Esztergom boten Gastgeber und Gäste ein buntes Programm, das die kulturelle Vielfalt widerspiegelte.
Geist der Gemeinschaft
In der voll besetzten Mehrzweckhalle im Dorfgemeinschaftshaus Hückelhoven-Kleingladbach zeigten Folklore- und Showtänzerinnen sowie Musiker, was in ihnen steckt. Landrat Stephan Pusch betonte, dass sich ein friedliches Miteinander vielmehr in solchen Begegnungen manifestiere "als in den ständigen Debatten, Sitzungen und Auseinandersetzungen der Politiker". Er hoffe, dass die etwa 100 Teilnehmer den, so Pusch, "Geist der Dreieckspartnerschaft" spüren könnten und viele Eindrücke mit nach Hause nähmen.
Baum als Symbol
Ausblick Alle zwei Jahre findet das Freundschaftsfestival der drei Partnerkreise statt, das nächste 2013 im ungarischen Komárom-Esztergom.
Symbol Landrat Stephan Pusch und seine Kollegen aus Schottland und Ungarn pflanzten am Kreishaus eine Eiche. Der "Baum der Partnerschaft" werde durch die Teilnehmer zum Blühen gebracht, unterstrichen die Teilnehmer.
Die Gastgeberrolle habe der Kreis Heinsberg gerne übernommen, "weil wir von der Sache überzeugt sind und uns unseren Partnerkreisen außerordentlich freundschaftlich verbunden fühlen".
Die stellvertretende Landrätin Margot Russel aus dem schottischen Midlothian erinnerte an den Beginn der Partnerschaft vor 40 Jahren. Mit Vertretern des damaligen Kreises Erkelenz habe man sich ab 1971 getroffen, "um den Weg dafür zu bereiten, was heute als fantastische Beziehung existiert". Sie dankte Pusch ausdrücklich für die entgegen gebrachte Gastfreundschaft. Neben dem Kennenlernen der fremden Landschaft sei die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen, das Wichtigste bei den Begegnungen.
Puschs ungarischer Amtskollege György Popovics stellte eine Zunahme der kulturellen Vielfalt fest: "Die beteiligten Gruppen und ihre Beiträge werden von Mal zu Mal abwechslungsreicher." Das Freundschaftsfestival biete den Teilnehmern die Gelegenheit, das Gastgeberland mit seinen Natur- und Kulturschätzen, Sitten und Alltag kennenzulernen. Den rund 200 Besuchern berichtete Popovics vom Umbruch in seiner Heimat. "Derzeit wächst bei uns eine neuen Generation heran, die das frühere System nicht mehr erlebt hat." Grundlegende Reformen seien im Gang.
"Sag mir, wo die Blumen sind": Der Loanhead-Gitarrenclub begeisterte mit dem bekannten Antikriegslied. Ein Hauch von Orient durchwehte die Halle, als ungarische Bauchtänzerinnen in farbenprächtigen Kostümen auftraten.
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