Wassenberg: Eine Chefin nach Wunsch
VON EVA WEINGÄRTNER - zuletzt aktualisiert: 18.02.2009Wassenberg (RPO). Claudia Kewitz ist die neue Leiterin des Johanniter-Stifts Wassenberg. Unterstützt wird sie bei der Führung des Seniorenheims von einem Team. Das ermöglicht der Mutter eines zweijährigen Sohnes die Teilzeitbeschäftigung.
Die Mitarbeiter des Johanniter-Stifts Wassenberg sind zufrieden. Denn mit der neuen Leiterin Claudia Kewitz haben sie die "Chefin" bekommen, die sie sich gewünscht haben. Und noch dazu ist die 39-Jährige keine Unbekannte, arbeitete sie doch bereits vor sechs Jahren für ein Jahr als Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes in der Einrichtung.
Vertrauen im Team
"Uns als Leitungsteam war es wichtig, eine neue Chefin zu bekommen, die so arbeitet wie wir es gewohnt sind und uns unsere Freiräume lässt", betont Pflegedienstleiterin und stellvertretende Leiterin Petra Durchholz. Und so wurde Claudia Kewitz "mit offenen Armen" empfangen, wie sie sagt. Sie habe gewusst, dass Petra Durchholz, Sylvia Blesius (Leiterin Sozialer Dienst) Alexandra Mundus (Assistentin der Einrichtung) und sie als Leitungsteam "auf einer Linie sind". Das Wohl der Bewohner stehe bei allen im Vordergrund. "Wir vertrauen einander", sagt Kewitz. Dies sei besonders wichtig, da sie als Leiterin mit 25 Stunden Teilzeit beschäftigt sei. "Ich bin froh, dass mir die Geschäftsleitung dies ermöglichte, da ich einen zweijährigen Sohn habe."
Zur Person
CLaudia Kewitz geboren 1970, Abitur, Freiwilliges Soziales Jahr in einem Altenheim.
Studium Sozialpädagogik an der Hochschule Niederrhein Mönchengladbach, Abschluss, Arbeit an der Hochschule.
Berufliches 1995 bis 2003 beschäftigt beim Sozialen Dienst der Diakonie in Mönchengladbach. 2003 bis 2004 Sozialer Dienst im Johanniter-Stift Wassenberg. Seit 2008 Heimleitung.
Kontakt Johanniter-Stift Wassenberg, Tel. 02432 493-0.
Damals habe diese angefragt, ob sie nicht die Leitung in Wassenberg übernehmen wolle, zumal sie recht nah in Myhl wohne. Sie habe zugesagt. "Auch wenn es mir schwer fiel, vom Johanniter-Stift Kaarst wegzugehen, wo ich als Leiterin die Einrichtung aufbaute und alle Mitarbeiter selbst einstellte", betont Claudia Kewitz. Doch sie sei in ein Haus gekommen, das gut geführt war. Ihre Vorgängerin Alexandra Walter habe viel Wert darauf gelegt, dass die Mitarbeiter eigenständig arbeiten. Das sehe sie genauso. "Wir arbeiten als Team", sagt Kewitz. Wenn sie nicht da sei, würden Petra Durchholz und Sylvia Blesius die anfallenden Aufgaben übernehmen. Und Alexandra Mundus nehme ihr "viel Schreibkram" ab.
Ganz klar ihre Aufgaben seien hingegen vertragsrechtliche Angelegenheiten, Investitionen und die Aufstellung des Wirtschaftsplans. Ihr sei es zudem wichtig, dass sie bei allen Veranstaltungen dabei sei. "Damit mich die Bewohner kennen", sagt Claudia Kewitz.
Gern möchte die Leiterin das Johanniter-Stift als Kompetenzzentrum für Demenz profilieren. Ein wichtiger Baustein ist bereits die "Hausgemeinschaft" im eigenen Gebäude. Für pflegende Angehörige soll es Sprechstunden geben, um zu verdeutlichen, dass sämtliche Hilfen auch von den Johannitern angeboten werden. Gedacht sei auch an die Einführung von Tages- oder Kurzzeitpflege, sagt Kewitz.
Gute Prüfungsergebnisse
Zudem wolle sie weiter an der Einbindung des Stiftes ins Gemeinwesen arbeiten. Kewitz: "Wir sind sehr motiviert, zumal wir 2008 im Team die Prüfungen durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen zu unser großen Zufriedenheit hinter uns gebracht haben."
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