Hückelhoven: Erstes Hilfarther Krippenspiel
zuletzt aktualisiert: 08.12.2009Hückelhoven (RPO). "Chreskinkes Maat", Christkindchen Markt, hatten die Hilfarther Rurtal-Korbmacher ihre Veranstaltung getauft. Sie boten einen "Weihnachtsmarkt der ursprünglichen Art". Dazu gehörte auch ein lebendiges Krippenspiel.
Bei der Generalprobe am Morgen herrschte noch Skepsis – der rauschende Beifall nach der Premiere am Nachmittag zeigte, dass man alles richtig gemacht hatte: Das erste Hilfarther Krippenspiel im Korbmachermuseum fand ein dankbares Publikum im passenden Ambiente. Mehrere hundert Besucher aller Altersstufen fanden sich trotz des gleichzeitigen Weihnachtsmarkts in der Innenstadt im geräumigen Innenhof des Museums ein, den die Choreographie der lebenden Krippe in voller Größe nutzte.
Bläserensemble sorgte für Musik
Punkt 16 Uhr betraten Maria (Petra Vieten) und Josef (Friedel Fell) den historischen Bauernhof, während ein Bläserensemble für passende Musik sorgte, abgelöst durch die Weihnachtsgeschichte, die über eine Lautsprecheranlage zu Gehör gebracht wurde. Hermann-Josef (King) Knur hatte den Part des bösen Herbergswirts übernommen, der der hochschwangeren Maria und ihrem Josef eine Unterkunft verweigerte, das Paar in die gegenüber liegende Hofecke verwies, wo ein authentischer offener Hirtenstall aufgebaut war. Die echt Hilfarther Hirten machten Platz für das heilige Paar. Eine – natürlich – geflochtene Weidenkrippe stand für die Niederkunft bereit, eingerahmt vom "Ochsen" namens Hulda, zwei Graueseln, die auf Peter und Paul hörten, und zwei namenlosen Schwarzkopf-Schafen. Allesamt lebende Tiere, die trotz der zahlreichen Besucher professionelle Ruhe bewahrten. Das Spiel endete mit dem Auftritt der Heiligen drei Könige, wie alle rund 20 Darsteller perfekt zum Anlass gekleidet.
Rurtal-Korbmacher
Museum Gern zeigen die 1999 als Verein gegründeten Rurtal-Korbmacher Interessenten ihre Produkte im Museum in der Nohlmannstraße 22.
Kontakt Telefonisch sind die Korbmacher erreichbar unter Tel. 02433 912985. Internet: www.rurtal-korbmacher.de, E-Mail: info@rurtal-korbmacher.de, Besuchstermine können dort vereinbart werden.
"Chreskinkes Maat", Christkindchen-Markt, hatten die Rurtal-Korbmacher die Veranstaltung getauft, einen "Weihnachtsmarkt der ursprünglichen Art", mit dem Duft von Glühwein, frisch gebratenen Äpfeln mit selbstgemachter Vanille-Sauce und selbst gebackenen Plätzchen aller Art. Aber auch Bratwurst und Reibekuchen mischten ihren Duft in den geräumigen Hof, der mit geschmückten Tannenbäumen und milder Beleuchtung den passenden Rahmen bildete.
In der großen Scheune boten Händler weihnachtliche Produkte an wie hölzerne Schwedenleuchten, Nussplätzchen, Spekulatius, alle Arten von Nüssen, Wein, Orangen und Likörchen. Im Museumscafé stand man Schlange nach Sitzplätzen und einer ganzen Reihe selbstgebackener Kuchen. In der Werkstatt neben dem bullernden Holzofen flochten Gustav Dieck und andere Mitglieder des Museumsvereins allerlei Behältnisse aus geschälten und "braunen" Weiden. Insgesamt waren es vier Aufführungen der lebenden Krippe, die sich zahlreiche Besucher, so war zu hören, auch im nächsten Jahr nicht entgehen lassen wollen.
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