Wegberg: Fortschritte in Magara
VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 05.01.2010Wegberg (RPO). Lange wird es nicht mehr dauern, dann wird die Kinder- und Krankenstation in Magara/Burundi eröffnet werden
können. Nicht zuletzt der Förderverein Abbé George steckt viele Kräfte in dieses Projekt. Ein Zwischenstand.Tausende Kilometer weit weg ist Magara. Und doch ist das Wegberger Interesse groß, wenn es darum geht, die Fortschritte im afrikanischen Burundi zu beobachten. Zahllose Bilder hat Heinz-Werner Lennartz zusammengetragen, die die Aktivitäten in Magara dokumentieren. Der Schriftführer des Fördervereins Abbé George freut sich, denn: Die Kinder- und Krankenstation in Magara nimmt deutliche Formen an.
Der Mut hat sich also gelohnt, denn wie Abbé George Rukundo berichtet, ist der Rohbau längst fertiggestellt, Fenster und Türen sind schon eingebaut. "Derzeit findet der aufwändige Innenausbau statt", sagt Heinz-Werner Lennartz, "der soll jedoch im April 2010 abgeschlossen sein, wenn alles nach Plan läuft."
Bauleiter
Seelsorge Er kam 1999 nach Deutschland und war in Arsbeck, Merbeck, Rickelrath und Tüschenbroich seelsorgerisch tätig, ehe er 2007 in seine afrikanische Heimat zurückkehrte.
Bau Abbé George Rukundo leitet seit seiner Rückkehr den Bau der Kinder- und Krankenstation.
Seit 2007 hat der Förderverein viel geleistet. Durch Mitgliedsbeiträge und Spenden sind mittlerweile rund 100 000 Euro zusammengekommen. Das Geld hat Abbé George in den Bau gesteckt und so die drei Rohbauten mit Ambulanz, Entbindungsstation und Spital mit 20 Betten zum Abschluss gebracht. Nun hat der Verein Fördermittel beantragt, um eine Photovoltaikanlage installieren und die Inneneinrichtung beschaffen zu können. Hedwig Klein, die Vorsitzende des Fördervereins, zog eine gute Bilanz für das Jahr 2009: "Das Jahr ist ausgesprochen gut verlaufen. Wir haben für unser Projekt viel Unterstützung erfahren und konnten Abbé George regelmäßig Teilbeträge zur Verfügung stellen. Bei gleichbleibender Unterstützung im kommenden Jahr hoffen wir, dass Ende 2010 die Kinder- und Krankenstation in Magara in Betrieb genommen werden kann." Die ehemalige Bürgermeisterin dankt dabei allen Beteiligten, die sich für die Station einsetzen.
Unterdessen hat Heinz-Werner Lennartz ein langes Telefongespräch mit Abbé George geführt. "Er berichtete von einem warmen Abend, als er einen überwältigenden Sternenhimmel genoss, den man so in Deutschland wohl nicht erleben kann. Außerdem erzählte er von der Advents- und Weihnachtszeit in Burundi. Dort, sagt Abbé George, sei alles einfacher, denn die Menschen sind arm, es gebe keinen Geschenkestress." Trotzdem bereiten sich die Menschen in Burundi Jahr für Jahr auf Weihnachten vor, singen fröhliche Weihnachtslieder.
Grünkohl-Wetter
Während die Menschen in Burundi derzeit schwitzen, hat Astrid Frentzen, ein Mitglied des Fördervereins Abbé George, in Deutschland das klassische Grünkohl-Wetter ausgemacht. Die Wirtin der Arsbecker Gaststätte Frentzen hat vor Weihnachten höchstpersönlich leckeren Grünkohl mit Mettwurst gekocht und ihren Gästen serviert. Den Erlös spendete sie dem Förderverein.
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