Hückelhoven: Frauen feiern jecke 33 Jahre
VON NATALIE URBIG - zuletzt aktualisiert: 03.02.2010Hückelhoven (RPO). Die Katholische Frauengemeinschaft St. Lambertus Hückelhoven hat keine Gaststars nötig. Seit vielen Jahren bestreiten die Frauen ihr Karnevalsprogramm mit Eigengewächsen. Auch das närrische Feuerwerk kam an.
Bei einem 33-jährigen Bestehen hat man allen Grund zu feiern. Und was eignet sich für solch ein Schnapszahl-Jubiläum besser als eine Karnevalssitzung?
33 Jahre, so lange gibt es nun schon die Katholische Frauengemeinschaft St. Lambertus Hückelhoven (kfd). Was sich in so einer langen Zeit alles getan hat? "Die Gesichter sind ein bisschen älter geworden", stellt Marianne Gasser, die Vorsitzende der Frauengemeinschaft, lachend fest. "Aber wir sind auch lockerer geworden, was die Vorbereitungen der Sitzungen angeht", fügt sie hinzu. "Es ist eben alles eine Frage der Routine."
Vier Sitzungen
Noch drei weitere Male unterhalten die kfd-Frauen ihre närrischen Gäste bei Kostümsitzungen.
Termine Die Sitzungen finden heute, 3. Februar, 14.30 Uhr, sowie am Freitag und Samstag jeweils um 19.11 Uhr im Jugendheim St. Lambertus statt.
Trotz aller in den Jahren gesammelten Erfahrungen: Um das alljährliche Üben für die Veranstaltung kommen die Frauen nicht herum. Schließlich kommen ihre karnevalistischen Darsteller alle aus den eigenen Reihen.
Männer hatten keinen Zutritt
Von deren Talent konnten sich bei der Karnevalssitzung jetzt alle jecken Damen aus Hückelhoven und Umgebung überzeugen. Nur Männer hatten an diesem Nachmittag keinen Zutritt, nicht umsonst hieß das Motto "Wir onger ons." Und "onger uns" hauten die närrischen Damen mächtig auf den Putz: Es wurde getanzt, geklatscht und gelacht. Auch für den Gesang sorgte die Frauengemeinschaft natürlich selbst.
Die drei Damen der Gesangsgruppe "Jüf's" betraten mit aufgesetzten Schweinenasen die Bühne: "Wir kommen nämlich gerade vom Schweinegrippetest", erklärt Marlene Jansen dem erstaunten Publikum. "Aber der Arzt konnte Entwarnung geben." "Ja", stimmte Renate Gutwoski zu, "wir sähen nur so aus wie Schweine. Das hat uns tief getroffen." Doch wenn die drei Jüf's auf Mitleid vom Publikum gehofft hatten, lagen sie falsch. Denn dieses amüsierte sich prächtig über ihre kleinen Geschichten zwischen den Liedern.
Auch Erika Evertz und Eva Zoch hatten die Lacher auf ihrer Seite, als sie im Zwiegespräch über das ewige Leid mit den Müttern, die sich wie Töchter benehmen, klagten. Am Ende der Sitzung gab es ein großes Finale mit Tänzen und Kostümen aus den vergangenen 33 Jahren, präsentiert von allen Mitgliedern der Kfd.
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