Hückelhoven: Gesamtschule umstritten
VON STEFAN CLAASSEN - zuletzt aktualisiert: 20.08.2009Hückelhoven (RPO). Dem Problem der Schülerabwanderung will die Stadtverwaltung auch mit einer Vernetzung der Grundschullehrer und der Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen begegnen. Erstere wüssten zum Teil gar nicht über die weiterführenden Schulen im Stadtgebiet Bescheid, sagt Jansen.
Dagegen sieht Leseberg eine Attraktivitätssteigerung des Schulstandortes Hückelhoven in der Einrichtung einer Gesamtschule. Die Oberstufen dieser Schule und des Gymnasiums könnten zusammenarbeiten und so ein äußerst attraktives Angebot auf die Beine stellen, sagte der Kandidat.
Scharf kritisiert er auch die Ungleichbehandlung dieser Schulform durch die Landespolitik, da ihr die Ganztagsform verweigert werde. Hier werde sich die CDU-Landesregierung bewegen müssen. Da viele Empfehlungen der Grundschullehrer für die weiterführenden Schulen nicht den tatsächlichen Möglichkeiten der Schüler entsprächen, sei hier die Forderung nach der Gesamtschule mit ihrer hohen Durchlässigkeit bis zum Abitur notwendig.
Ein klares "Mit mir nicht", wenn die Gesamtschule Gymnasium oder Realschule gefährdet, kam von Jansen. Zudem müsse die Drittelung zwischen Haupt- und Realschülern sowie Gymnasiasten gewährleistet sein.
Denn sonst stimme die Philosophie der Gesamtschule nicht, in der die guten die weniger guten Schüler mitziehen sollen. Der Bürgermeister forderte vielmehr eine Neuausrichtung der Hauptschule, die zur Schule der Praktiker werden müsse.
Kritik übte er auch an der Wassenberger Gesamtschule, die keinen Einblick darin gewähre, aus welchen Schülern sich die abgewiesenen Kinder aus Hückelhoven zusammensetzen. Seines Wissen nach hätten Hückelhovener Schüler mit Real- oder Gymnasialempfehlung keine Probleme, dort unterzukommen. Dagegen würden 90 Prozent derer mit Hauptschulempfehlung nicht angenommen.
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