Hückelhoven: Grüne wollen Radweg auf der Trasse der alten Zechenbahn
VON GABI LAUE - zuletzt aktualisiert: 22.02.2012Hückelhoven (RP). Beim Ausbau von Radwegen hat Hückelhoven Nachholbedarf. Diese Meinung vertritt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Ihr Vorschlag: Auf der Trasse der alten Zechenbahn könnte ein Radweg von der Einmündung Hilfarther Straße bis zur Schaufenberger Straße angelegt werden.
Bereits im Dezember hatten die Grünen beantragt, die Verwaltung diese Möglichkeit prüfen zu lassen.
Erst Verkehrsplan aktualisieren
Der Radweg entlang der Jülicher Straße zum Hückelhoven-Center und zur Millicher Halde sei durch die vielen Ein- und Ausfahrten zu Geschäften "nur mit einem gewissen Risiko" befahrbar, begründete Ulrich Horst den Antrag seiner Fraktion im Bau- und Umweltausschuss.
Die Verwaltung fand den "Vorschlag verfolgenswert", betonte Technischer Beigeordneter Dr. Achim Ortmanns, allerdings sei es sinnvoller, zuerst die "große Betrachtung" vorzunehmen. Denn 2013 soll der Generalverkehrsplan für Hückelhoven aktualisiert werden. Mit einem Verkehrsentwicklungsplan, der auch ein schlüssiges Radwege-Konzept enthalten soll, dürften sich auch Fördermöglichkeiten leichter ausschöpfen lassen.
Seit Erstellung des Verkehrsentwicklungsplans vor 16 Jahren sind einige Handlungsempfehlungen schon umgesetzt worden. So wurden 30-er-Zonen stadtweit eingeführt, Kreisverkehre gebaut, Straßen ausgebaut und zusätzliche Fahrradwege angelegt. Noch keine Berücksichtigung fand in dem Plan die nach Aufgabe der Verbindung Baal-Ratheim frei gewordene Bahntrasse. Die findet auch die Verwaltung reizvoll: "Die Chance, auf Teilabschnitten dieser Trasse oder auf deren ganzer Länge einen Fuß-/Radweg anlegen zu können, sollte unbedingt auf ihre Nutzungsmöglichkeit geprüft werden."
Bei der SPD rennen die Grünen offene Türen ein. "Das Radwegenetz ist ja auch unser Thema", unterstrich SPD-Fraktionsvorsitzender Willi Spichartz. Auch er fand es sinnvoll, zunächst den Plan von 1996 zu überarbeiten. Zuerst den Generalverkehrsplan auf den Weg zu bringen, damit konnte sich Ulrich Horst anfreunden. "Wir wollten nur vermeiden, dass der Antrag im Sande verläuft." Ausschussvorsitzender Dieter Geitner (CDU) sagte zu, den Grünen-Vorschlag einzuarbeiten. Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, die Kosten für die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans zu ermitteln und in den Haushalt 2013 einzustellen.
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