Hückelhoven: Haus der Begegnung retten
VON ANKE BACKHAUS - zuletzt aktualisiert: 10.12.2010Hückelhoven (RPO). Weil das Haus der Begegnung in Ratheim für die Kirche zu teuer geworden ist, rückt eine Schließung immer näher. Im Haupt- und Finanzausschuss ging die CDU voran: Die Stadt soll für den Erhalt sorgen, und zwar noch sechs Jahre.
5000 Gläubige
Rat Zur letzten Sitzung des Jahres kommt der Rat der Stadt am Mittwoch, 15. Dezember, 18.30 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses zusammen. In dieser Sitzung wird der Rat auch den Haushalt 2011 beschließen.
Pfarre Der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer in Ratheim gehören rund 5000 Menschen an.
Zwischen 20 000 und 24 000 Euro – das ist der jährliche Aufwand, den der Unterhalt des Hauses der Begegnung (HdB) in Ratheim erforderlich macht. Zu teuer für die katholische Kirche, so dass die Zukunft des Hauses mehr als ungewiss ist.
In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses machte sich vor allem die CDU für einen Fortbestand stark. "So einfach darf nicht Schluss sein, das geht nicht", sagte Fraktionsvorsitzender Heinz-Josef Kreutzer und hatte dabei schon den passenden Antrag auf dem Tisch. Demnach solle, so Kreutzer, die Verwaltung aktiv werden und die Verhandlungen über die Zukunft des Hauses führen. Kreutzer: "Klar muss aber sein, dass sich die Kirche Gedanken machen muss und sich nicht zurücklehnen darf, denn das alles ist primär kein städtisches Problem. Wir müssen dafür sorgen, den Fortbestand für mindestens fünf, sechs Jahre zu sichern."
Bürgermeister Bernd Jansen hat unterdessen schon Gespräche mit der Kirche und dem Bistum geführt, diese seien auch gut verlaufen. "Anfang des neuen Jahres wird das Verfahren konkretisiert. Es geht schließlich um die Menschen, die das HdB nutzen", erklärte Jansen. Kämmerer Helmut Holländer schob hinterher: "Wie sich die Kosten genau zusammensetzen, wird noch ermittelt, jedoch wollen wir hier ebenfalls Anfang des Jahres sagen können, wie das Ganze finanziert werden soll."
SPD erst zurückhaltend
War die SPD, die grundsätzlich gegen die Schließung des HdB ist, in dieser Diskussion erst zurückhaltend, äußerte sich Fraktionsvorsitzender Willi Spichartz nach dem Antrag der CDU. Spichartz unterstrich nachdrücklich, dass die Sozialdemokraten hinter dem HdB stehen und für einen Erhalt in einer wirtschaftlichen Form seien. Einstimmig nahm der Ausschuss den Antrag der Christdemokraten an.
Kurz vor der Sitzung des Rates der Stadt Hückelhoven (tagt am nächsten Mittwoch, 15. Dezember) legte die Verwaltung den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses noch kleinere Korrekturen am Haushaltsplan 2011 vor. Vor allem ging es um Mehrkosten, die bei den Kanalarbeiten in der Jägerstraße, Harbigstraße und Parkhofstraße anfallen. Letztlich jedoch war man sich im Ausschuss einig, einen glimpflichen Haushalt zu haben. Große Freude bereitete diese Nachricht aus dem Kreishaus: Die um zwei Millionen Euro abgesenkte Kreisumlage bedeutet auch für Hückelhoven weniger Belastungen. Die endgültige Entscheidung trifft der Kreistag am 21. Dezember.
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