Wegberg: In der Mühle öffnet ein Café
VON CARSTEN PREIS - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010Wegberg (RPO). Caféspezialitäten in feinem Ambiente sollen Besucher in die renovierte Wegberger Mühle locken. Die Lebenshilfe eröffnet am Pfingstwochenende ein Café. Der Vertrag mit der Stadt ist unterschrieben.
Es soll etwas Besonderes werden und das im doppelten Sinn: In der frisch restaurierten Wegberger Mühle – früher Ramachers Mühle genannt – wird bald ein Café der Lebenshilfe Heinsberg den Betrieb aufnehmen. Menschen mit und ohne Behinderung übernehmen den Service.
Für die Lebenshilfe ist der geplante Verkauf von Kaffeespezialitäten in gediegener Atmosphäre Neuland. Am Mittwoch unterschrieben sie und die Stadt den Mietvertrag. "Wir wollen qualitativ Hochwertiges bieten", sagte Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe Heinsberg. In der aufwendig restaurierten Wegberger Mühle neben dem Rathaus gehöre dazu entsprechendes Interieur. Das im seitlichen Gebäudebereich geplante Café ist nach dem "Samocca" getauften Projekt eines Samariterstifts in Neresheim (Baden-Württemberg) aufgebaut. Zum Franchise-Projekt gehören eine gediegene Einrichtung mit einem Mix aus Altem und Neuem sowie der gemeinsame Service von Menschen mit und ohne Behinderung. Derzeit gibt es fünf Samocca-Standorte bundesweit.
100 Plätze
Eröffnung Das Café soll am Pfingstwochenende eröffnen.
Leitung Die Leitung übernimmt Anneliese Baltes.
Plätze Das Café bietet rund 100 Plätze.
Ziel Neue Arbeitsplätze schaffen für Menschen mit Behinderung.
Unterschiedliche selbst geröstete Kaffeespezialitäten, etwa aus Kolumbien, Indonesien, Mexiko oder Kenia, sind Teil des Franchise-Systems. "Wir werden eine feine Auswahl treffen", sagte Johnen. Außerdem sollen Kuchen und leichte Mittagsmahlzeiten angeboten werden.
Der wichtigste Aspekt am neuen Café sei es, neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen, die ihre berufliche und gesellschaftliche Teilhabe stärken, meinte der Geschäftsführer. Das Café sei deshalb auch ein Ort der Begegnung. Gleichzeitig wolle man möglichst lange Öffnungszeiten auch an Wochenenden verwirklichen. "Das verlangt von unseren Mitarbeitern Flexibilität", sagte Johnen. Vorrangig mit Mitarbeitern aus Wegberg sollen deshalb die drei Arbeitsplätze besetzt werden. Hinzu kommen weitere Mitarbeiter ohne Behinderung.
Touristen und Ausflügler können sich am integrierten Infopoint der Stadt Wegberg über Wissenswertes wie Rad- und Wanderwege informieren. Für Bürgermeister Reinhold Pillich ist das ein ganz wichtiger Aspekt. "Wir wollen in diesem Jahr in Wegberg den sanften Tourismus voranbringen", sagte er. Mit der Kombination aus Infopoint und Angebot zum Ausruhen, Verweilen und Genießen schaffe man ein interessantes Angebot. Mit der Pfarrkirche St. Peter und Paul, dem Rathaus und der restaurierten Wegberger Mühle habe man nun ein gutes Ensemble im Stadtkern zusammen.
Der Wegberger Sebastian Bünten wird einen der drei Arbeitsplätze besetzen und zeigte sich gespannt. Er freue sich schon auf die neue Aufgabe und den Kontakt mit vielen fremden Menschen, sagte er bei der Vertragsunterzeichnung. Frage des Tages
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