Wegberg: Jazz zum Abschluss
zuletzt aktualisiert: 28.07.2008Wegberg (RPO). Das Wetter hätte ein bisschen besser sein können, sonst stimmte alles beim Ausklang des Wegberger Kultursommers. Mit den „Äntertänern“ aus Mönchengladbach präsentierte sich beim traditionellen Jazzfrühschoppen unter dem Kastanienbaum auf dem Rathausplatz in diesem Jahr eine neue Band, nachdem in den letzten Jahren das „Markus Vögeler Trio“ den Frühschoppen gestaltet hatte.
Swingmusik zum Mitpfeifen
Trotzdem entpuppten sich die „Äntertäner“ als alte Bekannte: Seit vielen Jahren ist das Quartett in der Mönchengladbacher Jazz-Szene aktiv, Sänger und Gitarrist Hotte Jungblut lebte einige Jahre lang in Wegberg. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern Danny Abraham (Saxophon und Klarinette), Charly Cox (Kontrabass) und Jonas Dülken (Piano) präsentierte er gemütliche Swing-Musik, die zum Mitschnipsen, mitpfeifen oder einfach nur zum Genießen einlud. Mit eingängigen Melodien im Saxophon, einer soliden Begleitung durch Gitarre und Bass und frischen Klavier-Einwürfen gewannen die „Äntertäner“ das Publikum schnell für sich. Kurze deutsche Gesangstexte aus der Feder von Hotte Jungblut rundeten die Songs ab; der Sänger erzählte darin pointiert über das Leben, die Liebe und den Steuereintreiber. Dabei versteckte Jungblut seine Wegberger Wurzeln nicht: „Kall net över mech, wenn ich net da bin“ hieß ein Lied in „Berker Mundart“, das bei den zahlreichen Zuhörern unter der Kastanie besonders gut ankam.
Zeitreise in die 60er
Die musikalische Zeitreise in die 1960er Jahre gelang bestens, auch weil die vier Alt-Jazzer den „Swing im Blut“ – so der Titel des ersten Stücks – bei jedem Song neu zeigten: Fließende Soli wechselten sich mit der rauen, aber eingängigen Gesangsstimme und lockeren Zwischenmoderationen ab.
Den Schlusspunkt unter den Wegberger Kultursommer setzte gestern Nachmittag die Mandolinen-Spielschar Myhl; wie in den vergangenen Jahren präsentierte das Ensemble eine bunte Melodien-Mischung.
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