Wassenberg: Jetzt kann’s losgehen
VON ANGELIKA HAHN - zuletzt aktualisiert: 26.11.2008Wassenberg (RPO). Endlich liegt der Zuwendungsbescheid über 300 000 Euro für die erste Phase der Innenstadtsanierung Schwarz auf Weiß im Rathaus. Begonnen wird mit der Gestaltung des Burgbergs, dem Fassaden- und Leerstandsprogramm.
Info & Beratung
Hauseigentümer Zu einem Infoabend rund um das Fassadenverbesserungsprogramm lädt die Stadt Hausbesitzer aus Innenstadtbereich für Montag, 1.Dezember, 18 Uhr, in den Sitzungssaal des Rathauses, Roermonder Straße.
Inhaber von Ladenlokalen Sie und interessierte Gewerbetreibende sind zu Beratungsgesprächen am 10. und 11. Dezember im Bürgerbüro des Rathauses (Eingang Polizei) willkommen. Terminvereinbarung (auch für andere Tage): % 02432 490044.
Aufatmen im Wassenberger Rathaus. Bei seinem Besuch in der Region Selfkant hatte Regierungspräsident Peter Lindlar auch die beiden lang ersehnten Zuwendungsbescheide für den Einstieg in die Wassenberger Stadtkernsanierung im Aktenkoffer, um sie Bürgermeister Manfred Winkens persönlich zu übergeben. Die insgesamt 300 000 Euro sind aufgeteilt in 260 000 Euro für den ersten Bauabschnitt der Umgestaltungsarbeiten des Burgbergs sowie 40 000 Euro für das Leerstandsmanagement und Fassadenverbesserungsprogramm im Wassenberger Zentrum.
Angebot für individuellen Rat
Winkens kündigte im RP-Gespräch an, dass umgehend die Erschließung des Burgbergs von der Innenstadt aus ausgeschrieben wird. Jens Beeck vom Fachbereich Planen und Bauen der Verwaltung rechnet mit Beginn der Arbeiten noch im Winter. Beeck ist auch zuständig für die über 200 Einladungen an die Eigentümer von Geschäftshäusern sowie Hausbesitzer der Innenstadt zu Informationsveranstaltungen und individueller Beratung.
Der Geschäftswelt bietet die Stadt im Rahmen des Leerstandsmanagements mit dem Planungsbüro MWM von Jochen Meyer-Brandis (Aachen), das die Stadtsanierung begleitet, Beratung und Unterstützung bei der Vermietung von Ladenlokalen an. Fachleute werden Tipps geben, wie das Erscheinungsbild von Geschäftshäusern verbessert werden kann. Dies auch im Vorfeld einer Internetpräsentation, die Geschäftsflächen vorstellen wird, die zu vermieten sind. „Nutzen Sie mit uns die Chance. Andere Städte wie etwa Heinsberg haben mit diesem kostenlosen Serviceangebot die Zahl ihrer Leerstände deutlich senken können,“ heißt es in den Schreiben an Inhaber von Ladenlokalen.
Briefe an die übrigen Hauseigentümer der Innenstadt werben für eine Beteiligung am Fassadenverbesserungsprogramm, dem sich ein von der Kreissparkasse geförderter Fassadenwettbewerb anschließen wird. Die Fachleute um Meyer-Brandis wollen bei einem Infoabend den Hausbesitzern Beispiele von Stadtbildpflege vermitteln und sie einladen, anschließend kostenlose Beratungstermine zu vereinbaren, bei denen sich per Computersimulation alternative Gestaltungen von Hausfronten veranschaulichen lassen, Informationen über Fördermöglichkeiten inklusive – alles auf freiwilliger Basis.
Wohl wissend, dass Qualität nicht erzwungen werden kann, setzt die Stadt dennoch auf die Zugkraft der Idee: „Ein attraktives Stadtbild entfaltet Anziehungskraft, ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, aber auch ein Heimat stiftendes Element.“
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