Hückelhoven: Jugendliche haben Überfall geplant
VON MICHAEL HECKERS - zuletzt aktualisiert: 04.04.2008Hückelhoven (RPO). Die vier Jugendlichen, die Gründonnerstag am Schaufenberger Friedhof einen 54-jährigen Millicher getötet haben sollen, haben die Tat weitestgehend eingeräumt.
„Wir haben zum Teil Geständnisse und wir haben Teilgeständnisse“, sagte gestern Staatsanwältin Carola Guddat nach der ersten Vernehmung. Ein Jugendermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft gegen alle vier Verdächtigen an.
Der ältere Bruder stach zu
Die französische Polizei hatte die zwei Brüder (15 und 16 Jahre alt) aus Hückelhoven und die beiden Mädchen (15) am Mittwoch der deutschen Polizei übergeben. Wie Staatsanwältin Guddat sagte, habe der ältere Bruder zugegeben, zugestochen zu haben. In dem silbergrauen VW Golf des Opfers, mit dem die Jugendlichen nach Paris fuhren, fanden die Ermittler mehrere Messer, darunter auch die Tatwaffe. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wirft den Jugendlichen gemeinschaftlichen Mord in in Tateinheit mit räuberischer Erpressung mit Todesfolge vor.
Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft haben die vier Jugendlichen die Bluttat intensiv vorbereitet. Unmittelbar vor der Tat hätten sich die Jugendlichen drei Tage lang in der Wohnung des Vaters der beiden Brüder aufgehalten. Der Vater, der Lkw-Fahrer ist und tagelang unterwegs war, meldete am Karfreitag bei der Polizei einen Einbruch in seine Wohnung. Und: Mehrere Messer seien verschwunden. Der Vater habe gegenüber der Polizei auch die Vermutung geäußert, dass seine Söhne dahintersteckten.
Getrennt vernommen
Die Jugendlichen wurden gestern voneinander getrennt vernommen. „Im Großen und Ganzen haben sich unsere Vermutungen bestätigt“, sagte Staatsanwältin Guddat. Da die Aussagen der vier Jugendlichen leicht voneinander abweichen, könne sie aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Einzelheiten nennen.
Mehr zur Bluttat unter www.rp-online.de/erkelenz.
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