Hückelhoven: Junge Frau getötet und angezündet
VON STEFAN CLAASSEN - zuletzt aktualisiert: 29.09.2009 - 17:42Hückelhoven (RPO). Möglichweise lag die Leiche einer jungen Frau bereits seit Tagen in einem Waldstück zwischen Myhl und Altmyhl, bevor sie entdeckt wurde. Die Ermittler suchen nicht nur den Täter, sondern auch nach der Identität seines Opfers.
Die Leiche einer bisher unbekannten Frau entdeckte ein Spaziergänger am Montagnachmittag in einem Waldstück bei Altmyhl. Die Tote wies erhebliche Verbrennungen auf, die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Nach Erkenntnissen der Gerichtsmedizin, so sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken, ist die Frau über 25 Jahre alt.
Dringend Zeugen gesucht
Ob der Fundort auch der Tatort ist, sei noch unklar, sagte die Mönchengladbacher Staatsanwältin Carola Guddat. Ebenso ist die Frage noch nicht beantwortet, wie lange die Tote bereits dort gelegen hat. Möglichweise könnte dies bereits seit vergangenem Mittwoch der Fall gewesen sein, weshalb Polizei und Staatsanwaltschaft um Hinweise auf besondere Beobachtungen aus diesem Zeitraum bittet.
Opferbeschreibung
Alter über 25 Jahre
Größe 1,58 Meter
Figur schlank
Haare grau-rot getönt, etwa 20 Zentimeter lang.
Fundort Wald an der Altmyhler Straße (frühere Müllkippe).
Hinweise an die Mordkommission: 02452-9205805 oder die Polizei in Heinsberg: 02452-9200.
„Alle Informationen, mögen sie dem Einzelnen im Augenblick auch noch so unwichtig erscheinen, können der entscheidende Tipp für die Klärung der Tat sein”, sagte die Staatsanwältin. Angaben zur Todesursache wollte sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.
Die Ermittlungen am Fundort der Leiche dauerten bis Dienstagnachmittag. Dabei setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein. Später mähten Mitarbeiter des Hückelhovener Bauhofs Gestrüpp in der Nähe des Fundortes ab, um die Suche nach eventuellen Fundstücken, die Hinweise auf das Geschehen geben, zu erleichtern.
Vor allem durch den Einsatz des Hubschraubers, der Foto- und Videoaufnahmen vom Tatort machte, waren Anwohner auf den Polizeieinsatz aufmerksam geworden. Einige kamen mit dem Fahrrad in die Nähe des abgesperrten Waldstücks, das zwischen den beiden Dörfern abseits der Straße liegt und von dort aus kaum einzusehen ist. Nur ein einzelnes Haus steht in der Nähe, doch dessen Bewohner hat in den vergangenen Tagen nichts Außergewöhnliches bemerkt, wie er gegenüber der RP sagte.
In der Tat liegt der Fundort sehr versteckt. Folgt man dem Wirtschaftsweg, der von der Landstraße wegführt, knickt nur wenige Meter weiter ein nicht asphaltierter Weg nach links in das Waldstück ab. Auf einer kleinen Lichtung stehen ältere schwarze Holzkästen, bei denen es sich um Bienenstöcke handeln soll. Davor befindet sich zwei kleinere Brandstellen auf dem Waldboden. Dort soll die Tote nach Zeugenaussagen gelegen haben.
Die Antwort auf die Frage nach der Identität des Opfers ist für die Ermittler enorm wichtig, um in diesem Fall voranzukommen. Bisher sei der Polizei noch keine Vermisste gemeldet worden, die mit der Tat in Verbindung stehen könnte, sagte Carola Guddat.
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