Wegberg: Klasse-Rock überzeugte
VON HEIKE KRINGS - zuletzt aktualisiert: 06.10.2008Wegberg (RPO). Wegbergs Ex-Höhner-Gitarrist Ralf Rudnik bot mit Band und seinem populären Gast Stefan Mross im Forum ein Spitzenprogramm, das weit mehr Publikum verdient hätte.
Alles deutete im Wegberger Forum auf ein großes Rockkonzert hin. Die Bühne war perfekt ausgestattet, der Sound stimmte und die Lichtanlage war imposant. An einem Stand konnte man T-Shirts und andere Fanartikel erwerben, an den Theken wurde fürs leibliche Wohl gesorgt. Stefan Mross und andere Überraschungsgäste standen mit auf dem Programm. All das bot den optimalen Rahmen für Ralle Rundniks erstes „Heimspiel“, nach seinem Ausstieg bei den Höhnern.
Enttäuschend wenige kamen
Lediglich die Zuschauer blieben aus. Die rund 200 Rockfans, ein buntgemischtes Publikum zwischen sieben und 70 Jahren, wirkten etwas verloren in dem großen Saal. Doch schon mit dem ersten Lied bewiesen Rudnik und seine Bandmitglieder, dass sich das Kommen gelohnt hat. „Einfach geradeaus“, so auch der Titel seiner ersten eigenen CD, klingt mit Ralles berüchtigtem Gitarrensound so richtig kölsch-rockig gut, was die Zuschauer mit viel Applaus honorierten. Bei „Hey kleine Mann“ und „Hey und hück“ ging Rudnik dann geradeaus weiter mit seinem lässig eingängigen Sound, und auch die restlichen Bandmitglieder gaben alles, um das Publikum so richtig aufzuheizen.
Ein erstes Highlight war erreicht, als Pete Bauchwitz, ebenfalls ein Ex-Gitarrist der Höhner, die Bühne betrat um dort den Eagle Klassiker „Hotel California“ zu singen. Eine Überraschung erlebten die Zuschauer allerdings, als Stefan Mross auf die Bühne trat und präsentierte, was dabei herauskommt, wenn ein Volksmusikant auf einen Rockgitarristen trifft. „Servus Wegberg“, rief er den Leuten zu. Er sei sehr gernegekommen, um in Ralfs heimischem Tonstudio seine neue CD aufzunehmen. Dabei habe er auch die „Post“ und das „Japis“ sehr gut kennen gelernt . . .
„Der Stefan kann viel mehr als Volksmusik“, kündigte Rudnik an. Deshalb habe er für ihn mit „Highway to hell“ von ACDC ein richtiges „Extrem“ herausgeholt. Und als Mross dann souverän rockte und zur Luftgitarre griff, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Mross hatte mit diesem sympathischen Auftritt die Zuschauer für sich gewonnen und alle überzeugt, dass er in cooler Jacke und enger Jeans eine ebenso gute Figur macht wie in seinen Trachten.
Hohes Niveau
Fazit: Rudnik hat mit Band und Gästen ein vielfältiges Bühnenprogramm auf hohem Niveau geliefert. Dass letztlich die Stimmungsspitze doch nicht erreicht wurde, lag wahrscheinlich daran, dass der Saal des Forums sehr leer wirkte auf Grund der bescheidenen Zuschauerkulisse.
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