Wegberg: Kreisverkehr statt Kreuzung
VON MICHAEL HECKERS - zuletzt aktualisiert: 03.02.2012Wegberg (RP). Die unfallträchtige Tüschenbroicher Kreuzung wird zum Kreisverkehrsplatz umgebaut. Schwere Verkehrsunfälle sollen damit der Vergangenheit angehören. Wegen der Bauarbeiten sollten Autofahrer den Bereich bis April meiden.
Ein Toter, zehn Schwerverletzte und sieben Leichtverletzte in den vergangenen Jahren – das ist die traurige Statistik der Polizei für die gefährliche Tüschenbroicher Kreuzung (Kreisstraße 19/Landstraße 364). Ab Montag, 6. Februar, wird die Kreuzung zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut.
Die Unfallkommission des Kreises hofft, dass es dort nach dem Umbau der Kreuzung zum Kreisel keine schweren Unfälle mehr geben wird. Jahrelang hatten sich Verkehrsexperten im Kreis Heinsberg dafür eingesetzt, dass diese Unfallstelle entschärft wird. 2006 hatte die Unfallkommission mit Nachdruck deutlich gemacht, dass Provisorien und Übergangslösungen dazu nicht ausreichen würden, weil besonders während des Berufsverkehrs viele Fahrzeuge an der K 29/L 364 kreuzen.
Kreisverkehr
Kosten Der Bau des neuen Kreisverkehrs an der Tüschenbroicher Kreuzung kostet nach Angaben des Landesbetriebs Straßen NRW rund 450 000 Euro. Die Kosten übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.
Schwerlastverkehr Der Kreisverkehr soll so groß gebaut werden, dass auch Schwerlasttransporte, die regelmäßig das nahe gelegene Siemens-Prüfcenter für Schienenfahrzeuge (PCW) im Gewerbegebiet Wegberg-Wildenrath (Wegberg-Oval) ansteuern, diesen problemlos durchfahren können.
K 29 wird gesperrt
Nachdem die monatelangen Vorarbeiten nun abgeschlossen sind, soll der neue Kreisverkehr bei Tüschenbroich bis Mitte April fertiggestellt sein. Doch bis dahin wird es dort zu erheblichen Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs kommen, warnen die Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßen NRW. Für den Bau des westlichen Teils des Kreisverkehrs während der nächsten Wochen muss eine Fahrspur der Landstraße 364 zeitweise gesperrt werden. Um eine sichere Verkehrsführung zu gewährleisten, wird dort eine Ampel aufgestellt. Außerdem ist die Kreisstraße 29 ab der Kreuzung L 364 in Richtung Friedrich-List-Allee/Klinkum nach Angaben des Landesbetriebs komplett gesperrt. Die ausgeschilderte Umleitung der für einen Monat gesperrten Straße erfolgt über Wegberg, Grenzlandring (L 3), Klinkum, Alte Landstraße (L 367) und umgekehrt. Ortskundige Verkehrsteilnehmer sollten den Baustellenbereich in den nächsten beiden Monaten weiträumig zu umfahren, rät der Landesbetrieb Straßen NRW.
Die Bauarbeiten haben während der nächsten zwei Monate auch erhebliche Auswirkungen auf den Busverkehr. So wird die Linie 418 ab Montag zwei Haltestellen in Wildenrath nicht bedienen, teilt die Westenergie und Verkehr (west) mit. Dabei handelt es sich um die Haltestellen "Wildenrath, DAST GmbH" und "Wildenrath, Visitor's Center". Die West bittet ihre Fahrgäste, während der Bauzeit auf die aus der anderen Richtung kommende Linie 413 auszuweichen, die weiterhin die Haltestelle "Wildenrath, DAST GmbH" bedient. Damit verbunden ist allerdings ein Umweg über Wegberg oder Wassenberg.
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