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Wegberg: Kunst in Szene

zuletzt aktualisiert: 17.11.2006

Wegberg (RPO). Mila Wiegand, Lebensgefährtin von Formel 1-Reporter Kai Ebel, empfängt heute Abend Promis zu ihrer Vernissage „Heißkalte Kunst“ in der Burg Wegberg.

Info

Prominente Gäste

Die Vernissage ist nicht öffentlich, ein Blick auf die Promis aber möglich, wenn sie über den roten Teppich schreiten. Erwartet werden u.a. Ulrike von der Groeben, Gülcan und Collien Fernandes, Comedian Hans-Werner Olm, Hans Heyer, Helmut Zerlett und Spieler von Borussia Mönchengladbach.

www.mila-wiegand.de

Einmal im Jahr lädt die gebürtige rumänische Künstlerin Mila Wiegand zu einer Vernissage ein, bei der sie ihre surrealistischen Bilder in besonderem Rahmen präsentiert. Diesmal wird es die Burg Wegberg sein. Dort wird ihr Lebensgefährte Kai Ebel, der im Fernsehen als Formel 1-Reporter bekannt ist, heute Abend durch das Programm unter dem Motto „Heißkalte Kunst“ führen. Das Paar aus Mönchengladbach erwartet rund 250 Gäste, darunter Prominente aus dem Bereich Fernsehen, Sport und Mode. RP-Mitarbeiterin Kerstin de Haas sprach mit Mila Wiegand und Kai Ebel.

Wie sind Sie auf Wegberg und die Burg gekommen?

Ebel Mila hat sich schon immer eine Burg gewünscht, um ihre Kunst dort zu zeigen. Aber welche und wie soll das gehen? So viele Burgen gibt es in der Umgebung nicht. Da lag Wegberg einfach nahe, zumal die meisten unserer Freunde und Bekannten aus Mönchengladbach, Neuss und Düsseldorf kommen. Außerdem kenne ich den Chef der Burg und so ergab sich das.

Wiegand Wir sind in den letzten Jahren öfter in der Burg Wegberg gewesen. Ich komme aus dem Land der Hexerei, daher stammt wohl meine Liebe zu diesen alten Gemäuern, in denen viel Geschichte steckt. Ich finde, dass meine Bilder gut dazu passen, weil sie alle etwas Mystisches haben. Am liebsten wären mir so richtig düstere Katakomben gewesen, aber solche Räume sind zu klein, um so viele Gäste unterzubringen. Deshalb haben wir uns für den Rittersaal entschieden.

Eine gediegene Vernissage soll es nicht werden, von einer Kulisse mit Kunstschnee, einer Eisbar, mittelalterlichen Trompetern, Feuerprojektionen und Fackelwegen ist die Rede. Warum ist es Ihnen wichtig, die Kunst so spektakulär in Szene zu setzen?

Ebel Das Motto heißt ja „Heißkalte Kunst“, da wäre eine gediegene Vernissage wohl nicht das Richtige. Es soll schon eher ein Event werden. eine Vernissage lebt vom Publikum, deshalb haben wir eine witzige Mischung eingeladen. Außerdem wird ein DJ Musik auflegen, die am späteren Abend auch etwas fetziger werden soll. Trotzdem steht die Kunst natürlich im Mittelpunkt und soll keinesfalls bloß Deko sein.

Fühlt sich ein Formel 1-Reporter inmitten von surrealistischer Malerei wohl, wo mehr das Unbewusste als blanke Fakten zählen.

Ebel Ich bin eher ein untypischer Kunstmensch. So richtig bin ich erst durch Mila zur Kunst gekommen. Erstaunlicherweise waren die einzigen Künstler, deren Arbeiten mit vorher gefallen haben, Dalí und Magritte, also auch Surrealisten. Aber ich betrachte Kunst als Laie und will nicht im Seelenleben eines Künstlers wühlen, es muss mir einfach gefallen. Schön finde ich, wenn man sieht, dass ein Konzept und viel Arbeit dahinter stecken.

Frau Wiegand, Sie sind gelernte Modedesignerin, wie sind Sie zum Malen und speziell zum Surrealismus gekommen?

Wiegand Ich male, seit ich mich kenne, das kommt aus meinem Innern. Zuerst habe ich gezeichnet und mit elf Jahren angefangen, Klamotten zu entwerfen und zu nähen. In Rumänien konnte man damals kein Künstler sein, deshalb hat man versucht, mich auf Architektur umzupolen. Das hat mir auch Spaß gemacht, aber die Mathematik dabei war nicht meine Sache. Schließlich habe ich eine private Universität in Bukarest besucht, die Design anbot. Die Ausbildung steckte aber noch in den Kinderschuhen, und mein Abschluss als Designer/Künstler wurde in Deutschland nicht anerkannt. Also habe ich in Düsseldorf noch Modedesign studiert. Diese handwerkliche Ausbildung hat mir sehr genutzt, denn während der ganzen Zeit habe ich nonstop gemalt. Meine Vorliebe für den Surrealismus wurde durch viele Auftragsarbeiten bestätigt.

Was bedeutet „heißkalte Kunst“?

Wiegand Das Thema ist mir im letzten Skiurlaub eingefallen. Nach der langen Formel 1-Saison freuen wir uns immer auf die gemeinsame Zeit und machen einen ausgiebigen Urlaub in Schnee und Eis. Die atemberaubenden Landschaften haben mich dazu angeregt.

Quelle: RP

 
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