Wegberg: Kunstschule mit neuen Ideen
zuletzt aktualisiert: 07.10.2006Wegberg (RPO). Patricia Olivier-Sicher hat einen neuen künstlerischen Leiter und weitere Dozenten verpflichtet
Die Kunstschule Wegberg im ehemaligen Karmeliterkloster hat einen neuen künstlerischen Leiter: Daniel de Barac, der zuvor mehrere Jahre künstlerischer Leiter an der Kunstakademie in Mönchengladbach war. Gemeinsam mit ihm hat Patricia Olivier-Sicher, Leiterin der Kunstschule, das Konzept verändert. Über das neue Programm bis zum Jahresende sprach sie mit RP-Mitarbeiterin Kerstin de Haas.
Sechswöchige Kurse und Wochenendworkshops gibt es weiterhin. Was hat sich verändert?
Olivier-Sicher Die so genannte Akademieausbildung ist völlig neu. Der Unterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene läuft ganzjährig in Trimestern (einmal pro Woche zweieinhalb Stunden), der Einstieg ist aber jederzeit möglich. Für den Bereich Malerei/Grafik hat er schon begonnen. Die Teilnehmer starten bei den elementaren Grundkenntnissen, lernen alle möglichen Stilrichtungen kennen, bevor sie sich schließlich für eine entscheiden können. Für die anderen Bereiche Bildhauerei/Plastik, Fotografie/Medien, Grafik/Druckgrafik und Grafik/Design wird die Akademieausbildung angeboten, wenn im März unsere beiden neuen Dozenten anfangen. Einen Druckgrafiker suchen wir noch.
Welche personellen Veränderungen gibt es bei den Dozenten?
Olivier-Sicher Uli Martin und Roman Adam haben uns aus verschiedenen persönlichen Gründen verlassen. Neu sind Krystyna Bechberger, eine Zeichnerin aus Gerderath, und Fotograf Jochen Rüskens aus Wegberg. Im Januar beginnt Birgitta Munk mit einem Kursus für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.
Wie war die Resonanz bisher seit der Eröffnung am 11. August, und welche Erfahrungen haben Sie mit den Kursen und Workshops gemacht?
Olivier-Sicher Ich bin sehr zufrieden, denn die Resonanz ist gut. Wir hatten schon über 50 Teilnehmer. Die meisten, die eine Schnupperstunde mitmachen, melden sich auch für einen Kursus an, und wer einen Workshop gemacht hat, meldet sich meist gleich für den nächsten. Begehrt ist auch die Mappenvorbereitung. Im Moment liegen mir zwei Kurse besonders am Herzen: Der Grundkurs im Zeichnen, weil wir festgestellt haben, dass viele Maler an ihre Grenzen stoßen und gerne erstmal die Grundlagen auffrischen wollen, und der Kursus Porträt und Akt. Hierfür brauchen wir genügend Teilnehmer, um Modelle engagieren zu können. Neugierig bin ich auf den Kursus „Kunst der Farbe“, der bei freier Malerei im Atelier einer „After-Work-Party“ ähneln soll. Neben Bildhauerei und Stillleben-Malerei ist ein Theorie-Kursus neu im Programm sowie ein Workshop zu kirchlicher Kunst, der gut in das Ambiente des ehemaligen Klosters passt.
Fr. 13. Oktober, 19 Uhr, Info-Abend in der Kunstschule zum neuen Programm, % 0 24 34 / 99 30 10.
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