Wegberg: Malen und moderieren
VON KERSTIN DE HAAS - zuletzt aktualisiert: 20.11.2006Wegberg (RPO). Der Fackelweg über der kleinen Brücke wies den Prominenten den Weg zum Haupteingang der Burg Wegberg. Die Künstlerin Mila Wiegand und ihr Lebensgefährte, Formel 1-Reporter Kai Ebel, hatten zur Vernissage geladen.
Die Lichtkegel des Sky-Beamers zeigten Ferrari, Jaguar, Mercedes und Co. den Weg zur Burg Wegberg. Eine noble Karosse neben der anderen stand auf dem Parkplatz – heraus stiegen ausnahmslos gut gekleidete Männer und Frauen, die den Fackelweg über die kleine Brücke zum Eingang entlang schritten. Gesäumt wurde er von rund 100 Schaulustigen und Fans, die sich das Promi-Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Die Mönchengladbacher Künstlerin Mila Wiegand und ihr Lebensgefährte, Formel 1-Reporter Kai Ebel, hatten zur Vernissage geladen.
Rund 200 Gäste
Moderatorin Gülcan Karahanci war eine der Prominenten unter den rund 200 Gästen. Und sie hatte wohl auch hauptsächlich den Auflauf draußen ausgelöst. Teenager (vorwiegend Mädchen) waren mit Fotohandys und Eddings ausgerüstet und harrten stundenlang in der Kälte aus. Das begehrte Autogramm erhielten sie in der Zwischenzeit von Model Naomi Valeska Salz, die mit ihrem Lebensgefährten, dem Modeschöpfer Otto Kern, gekommen war.
Burg-Atmosphäre
„Milas Bildern sieht man an, dass viel Arbeit darin steckt“, sagte Kai Ebel, der in die Ausstellung seiner Lebensgefährtin einführte. Rund drei Monate hat die Künstlerin an jedem Bild gearbeitet. Die Burg Wegberg war für sie das passende Ambiente, um ihre Kunst zu präsentieren, die „etwas Mystisches hat“, wie sie selbst sagt. Zwischen 1850 und 11 500 Euro kosten ihre Werke.
Box-Weltmeisterin Ina Menzer, der ehemalige Rennfahrer Hans Heyer und 9-Live-Moderatorin Tina Kaiser sorgten ebenfalls für Andrang unter den zahlreichen Medienvertretern. Auf dem Burgplatz wurden die geladenen Gäste vom Motto des Abends empfangen: „Heißkalte Kunst“. Flammen schlängelten sich die Burgmauer empor, an der Eisbar gab es Prosecco. Die Kunst wartete im Rittersaal.
17 Werke im surrealistischen Stil präsentierte Mila Wiegand, vorgestellt wurden sie von Kai Ebel: „Kaltes Feuer“ aus säulenartig aufsteigenden Wellen, Tropfen, die „Aus brennendem Wasser“ gen Himmel steigen, „Feuerkristalle und „Wasserkerze“, Verführung und Verlust im Rausch der „Spielsucht“ symbolisieren erotische Frauendarstellungen. Fünf thematische Serien und eine Reihe von Auftragsarbeiten, darunter ein Porträt von Borussen-Manager Peter Pander, gab es zu sehen.
„Sie ist dem Surrealismus gut gefolgt“, lobte Otto Kern, der selbst im Besitz von Dalí-Werken ist, die Künstlerin. Mila Wiegand und Kai Ebel erwiesen sich als gute Gastgeber und hatten alle Hände voll zu tun, die Gäste persönlich zu begrüßen. „Ich freue mich, dass die Kunst im Mittelpunkt steht und die Bilder viel Beachtung finden“, sagte Ebel und auch bei Mila Wiegand hatte sich die Aufregung etwas gelegt.
Während im Rittersaal das Büfett eröffnet und die Vernissage zur Party wurde, hatten die Schaulustigen draußen dem Fest schon den Rücken gekehrt. Denn auf ein Autogramm von Gülcan hatten sie vergeblich gewartet.
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