Hückelhoven: Mehr "Kathos" als Kängurus?
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 04.07.2008Hückelhoven (RPO). Am Sonntag hebt sich der Flieger in die Lüfte, der elf Mitglieder der GdG Hückelhoven zum Weltjugendtag bringt. Die erste Woche verbringt die Gruppe in Melbourne, ehe es nach Sydney geht, dem eigentlichen Ziel der Reise.
Das Thema kam nach dem letzten Weltjugendtag 2005 in Köln auf. „Wie wäre es, wenn wir auch bei der nächsten Auflage 2008 in Sydney dabei wären?“, fragten sich da einige Jugendliche aus der GdG Hückelhoven. Zweidreiviertel Jahre später wird aus dieser Idee nun Wirklichkeit: Gemeinsam mit Gemeindereferent Achim Kück setzen sich am Sonntagmittag zehn Hückelhovener Jugendliche in den Flieger und düsen nach Australien.
„Eine gewisse Aufregung ist schon da“, räumt Kück ein, der mit Ingrid Beschorner die insgesamt 31-köpfige Gruppe leitet (dazu kommen drei ehrenamtliche Betreuer). Die weiteren Teilnehmer stammen aus Wegberg, Mönchengladbach und Willich.
24 Stunden bis Heidelberg
Um 4.30 Uhr fahren die Hückelhovener am Sonntag mit dem Bus von Schaufenberg aus los. In Mönchengladbach steigt der Rest der Gruppe zu, dann geht’s nach Frankfurt. Um exakt 12.35 Uhr wird sich dort der Flieger in die Lüfte heben. Nach einem dreistündigen Zwischenstopp in Singapur wird die Gruppe am nächsten Tag um 20.20 Uhr Ortszeit in Melbourne landen. „Dann ist es in Deutschland 12.20 Uhr. Da werden wir also fast genau 24 Stunden gebraucht haben, um nach Heidelberg zu kommen“, lacht Kück. Hintergrund: Heidelberg heißt der Melbourner Vorort, in der die Pfarre St. Jones liegt – das erste Quartier der Reisegruppe.
Tags darauf werden die Jugendlichen von ihren Gastfamilien abgeholt. Bis Montagmorgen bleiben sie dann dort, ehe per Bus die rund 800 Kilometer von Melbourne nach Sydney bewältigt werden. Dort wird die Gruppe vermutlich in einer Turnhalle untergebracht sein.
Tags darauf, also Dienstag, 15. Juli, beginnt der Weltjugendtag. Nach einer morgendlichen Katechese (Kück: „mit zum Glück deutschsprachigen Bischöfen“) steht am Abend der feierliche Eröffnungsgottesdienst an. Der WJT geht dann bis Sonntag. Daran an schließt sich für die Gruppe ein gut einwöchiger Trip 1600 Kilometer die Ostküste rauf bis nach Brisbane. Am 31. Juli werden die Hückelhovener zurück in Deutschland sein.
Aus dem Bistum Aachen nehmen insgesamt 205 Menschen am WJT teil – aus ganz Deutschland rund 3500. Insgesamt werden in Sydney 500 000 Jugendliche aus aller Welt erwartet – davon rund 300 000 Dauergäste. Ob das freilich ausreicht, um ein nicht ganz ernst gemeintes Ziel der Katholischen Kirche Australiens zu erreichen, die dort ein Diaspora-Dasein führt? „Die hat sich gewünscht, dass es in Australien zu diesem Anlass einmal mehr Katholiken als Kängurus gibt“, schmunzelt Kück.
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