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Wegberg: Nach der Winteridylle – wenn der Frost nachlässt

zuletzt aktualisiert: 13.02.2012

Wegberg (RP). Vielerorts lockten am Wochenende zugefrorene Seen und Weiher die Menschen an – wie in Tüschenbroich am Schloss und an der Mühle.

Eisidylle: Das Schloss Tüschenbroich im Hintergrund, hier ließ sich am Wochenende eine gute Zeit verbringen.  Foto:  Nipko
Eisidylle: Das Schloss Tüschenbroich im Hintergrund, hier ließ sich am Wochenende eine gute Zeit verbringen. Foto: Nipko

Restaurantbesitzer Jörg Krapoll hatte auf hölzernen Planken am Ufer des Weihers eine kleine Außengastronomie für die Spaziergänger geöffnet.

Nach dem knackigen Frost der vergangenen Tage wird es nun langsam wärmer. Frank Heinen, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr in Wegberg, rät dazu, jetzt die Warnungen der Behörden vor dem Betreten von Eisflächen noch ernster zu nehmen: "Eis kann seine Tragfähigkeit äußerst schnell verändern. Dies ist für Laien nur sehr schwer einzuschätzen." Vor allem an dunklen Stellen könne das Eis zu dünn sein. "Falls das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt, gilt: Nicht betreten." Wer sich in diesem Moment bereits auf dem Eis befinde, solle sich flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen und zum Ufer robben: "Zu vermeiden sind ruckartige Bewegungen."

Wer dennoch einbricht, "sollte versuchen, sich am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn möglich, mit den Füßen versuchen, sich an der hinteren und gleichzeitig mit den Händen an der vorderen Einbruchstelle hochzuziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer freischlagen." Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen: "Notfalls weitere Helfer rufen." Wer zum Helfen das Eis betrete, solle eine Unterlage (Leiter, Bretter) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Heinen: "Gerettete danach in warme Decken hüllen, vorsichtig erwärmen, aber keinen Alkohol geben."

Quelle: RP


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