Wegberg: ÖPNV: Kreis soll nachbessern
zuletzt aktualisiert: 17.04.2008Wegberg (RPO). Ganz entschieden spricht sich die Stadt Wegberg gegen die geplante Streichung der Anbindung des Gewerbe- und Industrieparks Wildenrath sowie des List-Zentrums an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Buslinienverkehr (Linie 418) aus. Das sagte Bürgermeisterin Hedwig Klein bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Ralf Dick, beim Kreis Heinsberg zuständig für die Nahverkehrsplanung, hatte dem Ausschuss die Fortschreibung des Nahverkehrsplans erläutert.
Samstags kein Linienverkehr
Folgende Änderungen sind demnach ab dem Fahrplanwechsel im Dezember geplant: Linie 408 (Erkelenz, Wegberg, Niederkrüchten): Die Fahrten 5:56 Uhr ab Erkelenz und 6:20 Uhr ab Wegberg entfallen, samstags kein Linienbusverkehr mehr. Linie 412 (Erkelenz, Beeck, Wegberg): Die Fahrten 18:12 Uhr ab Erkelenz und 18:50 Uhr ab Wegberg entfallen, samstags kein Linienbusverkehr mehr. Linie 413 (Wegberg, Wassenberg, Heinsberg): Die Fahrten 5:09, 6:18, 6:58 und 19:09 Uhr ab Wegberg und 5:10 Uhr ab Wassenberg entfallen. Die Fahrt 6:18 Uhr wird auf 6:09 und die Fahrt 5:09 auf 6:00 Uhr verschoben, samstags kein Linienbusverkehr mehr. Linie 418 (Erkelenz, Tüschenbroich, Wegberg, Niederkrüchten): Die Fahrt 6:11 Uhr ab Wegberg entfällt. Kein Linienbusverkehr während der Schulferien.
Dick wies darauf hin, dass an Samstagen kreisweit zwischen 6.30 und 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 18 Uhr ein Anrufbus (MultiBus) verkehren soll. Zwischen 2001 und 2007 seien durch Fahrtstreichungen die Kosten von 7,31 auf 5,84 Millionen Euro gesenkt worden. Laut Bürgermeisterin Klein unterstützt die Stadt Wegberg grundsätzlich Maßnahmen, die dazu dienen, das ÖPNV-Defizit zu senken. Allerdings stelle die Streichung sämtlicher Fahrten an Samstagen auf den Linien 408, 412, 413 und in den Ferien auf der Linie 418 eine besondere Härte für Bürger dar, die auf den ÖPNV angewiesen seien. „Die Einrichtung eines MutliBus-Systems ist aus unserer Sicht kein adäquater Ersatz“, sagte Klein, die von allen Fraktionen unterstützt wurde.
Dick: Nach Möglichkeiten suchen
Klein sagte auch, dass die Versorgung des Gewerbegebietes Wildenrath zumindest zu den Hauptberufszeiten gewährleistet sein müsse. Die Zahl der Beschäftigten sei von 480 (2004) auf 700 gestiegen. Darum bat sie nachdrücklich darum, diese Notwendigkeit bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplans zu berücksichtigen. Dick sagte zu, für das Gewerbegebiet Wildenrath gemeinsam mit Westenergie und Verkehr nach anderen Möglichkeiten zu suchen.
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