Hückelhoven: Raubüberfall Millich: 11,5 Jahre für Haupttäter
zuletzt aktualisiert: 28.10.2008Hückelhoven (RPO). Im Prozess um den brutalen Raubüberfall auf eine Geschäftsfrau in Millich ergingen gestern die Urteile: Der Haupttäter (38) aus Recklinghausen muss wegen schweren Raubes für 11,5 Jahre ins Gefängnis. Ein Mönchengladbacher (41) muss wegen Beihilfe zum schweren Raub für drei Jahre und neun Monate in Haft. Einen Hückelhovener (47) verurteilten die Richter des Mönchengladbacher Landgerichts wegen Beihilfe und als Tippgeber zu vier Jahren und neun Monaten. Am Ende waren die Richter von der Schuld des Trios überzeugt, obwohl die Verteidiger für zwei Angeklagte Freispruch beantragt hatten.
Aber das Gericht stützte sich auf die Zeugenaussage eines bereits verurteilten Mittäters, der „seine Komplizen“ belastet hatte. Das Gericht ging davon aus, dass der bereits Verurteilte und der 38-jährige Angeklagte in der Tatnacht in das Wohnhaus der Lederwarenhändlerin in Millich eingedrungen waren. Maskiert und bewaffnet bedrohten sie die Geschäftsfrau und deren Lebensgefährten im Schlafzimmer. Dann fesselten sie die Opfer. Der Mönchengladbacher und der Hückelhovener standen in der Nähe des Anwesens Schmiere, so das Gericht. Unterdessen zwangen die Räuber die Geschäftsfrau unter Vorhalt einer Waffe, die Alarmanlage auszuschalten. Anschließend packten sie die Beute – Leder-und Pelzwaren – in das Auto der Hausbesitzerin. Der bereits verurteilte Mittäter fuhr mit dem Wagen weg und kam mit einem Lkw zurück. Doch inzwischen hatten Nachbarn die Polizei informiert. Den Lkw mussten die Täter zurücklassen. Aber mit dem vollbepackten Pkw gelang ihnen die Flucht. Auch die Schmieresteher entkamen. Der verurteilte Komplize wurde später durch eine DNA-Spur ermittelt.
Im Prozess hatte lediglich der Mönchengladbacher ausgesagt. „Ich habe überhaupt nichts gemacht“, hatte sich dagegen der Hückelhovener verteidigt. Beide Männer hatten sich seinerzeit im Gefängnis kennengelernt.
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