Hückelhoven: Seit 25 Jahren in Ratheim
VON STEFFI MAGER - zuletzt aktualisiert: 28.01.2008Hückelhoven (RPO). Für Pastor Klaus Jansen stehen seit einem Vierteljahrhundert die Menschen und die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Die Ratheimer Gemeinde St. Johannes der Täufer feierte gestern mit Jansen eine Jubiläumsmesse.
1946 geboren
Nach dem Abitur standen drei Berufe zur Wahl: Lehrer, Offizier und Priester. Klaus Jansen entschied sich für den „schönsten Beruf der Welt“, wie er sagt.
1946 wurde er in Süchteln geboren, studierte Theologie in Bonn und wurde im Februar 1974 im Hohen Dom zu Aachen zum Priester geweiht. Er war vier Jahre Kaplan in Krefeld-Bockum und fünf Jahre in Odenkirchen. 1983 kam er nach Ratheim.
Das Gesicht von Pastor Klaus Jansen strahlte, als er gestern die vielen ehemaligen Messdiener in die Ratheimer Kirche einziehen sah. Davon habe er nichts gewusst, „Herrlich!“, freute er sich und blickte in die vielen bekannten Gesichter „seiner alten bis mittelalten Messdiener“. Besondere Anlässe erfordern besondere Überraschungen.
Der Anlass war das Ortsjubiläum von Pastor Klaus Jansen. Seit 25 Jahren leitet er die Pfarre St. Johannes der Täufer in Ratheim. Ihm zu Ehren war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Der Kirchenchor unter Leitung von Kantor Georg Lechner und der Chor „Klangfarben“ gestalteten den musikalischen Rahmen der Feierstunde.
Spontaner Applaus
Nicht selten brauste spontan Applaus auf oder herzliches Lachen erfüllte den Kirchenraum. Eine Gemeinschaft, die lebt. „Für mich standen immer die Menschen im Mittelpunkt, manchmal in einer kritischen Auseinandersetzung, meist aber in freundlichem Umgang und immer auf das Wohl der Kirche und der Gemeinde bedacht“, reflektierte Klaus Jansen seine vergangenen 25 Jahre in Ratheim.
Seine Zeit in Ratheim, später auch in den anderen Gemeinden der Stadt Hückelhoven, lässt sich auch in Werken nachzeichnen. Klaus Jansen initiierte den Bau des Ratheimer Pfarrheims und ließ den Mittelgang zum Altar wieder öffnen, um „auf Tuchfühlung mit der Gemeinde Liturgie zu feiern“, würdigte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Heinz-Willi Schorn Klaus Jansen in seiner Laudatio.
Heinz-Willi Schorn blickte auf das Leben und Wirken von Pastor Klaus Jansen zurück und betonte dabei den Freiraum, den Jansen seinen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern stets gelassen habe. „Sein Pluspunkt ist es, andere lassen zu können im Vertrauen darauf, dass sie die Sache gut machen“, sagte ein ehemaliger Mitarbeiter des Pastors. Punktabzug gebe es für seinen Satz „Erinnern Sie mich noch mal daran“, was so viel heiße wie, „Ich werde es gleich wieder vergessen.“ Doch das mache den Menschen Klaus Jansen liebenswert, sagte Schorn.
Eine besonders schöne Geste war der Brief des ehemaligen Ratheimer Pfarrers Heinrich Pesch, der seinem Nachfolger gratulierte. Auch viele Ratheimer Schützen waren bei der Jubiläumsmesse anwesend und vertraten so ihren Teil der Gemeinde.
„Viele neue Priester“
Bei den Fürbitten trugen die Kinder Wünsche für „ihren Pastor“ vor: „Ich wünsche dem Pastor viele neue Priester“, sagte ein Kind und Klaus Jansen lachte herzlich. Ebenso schmunzelte der Geistliche über das Lied es Kirchenchores, das eigens für ihn gedichtet wurde.
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