Wegberg: Singen, tanzen, schauspielern
VON NICOLE PETERS - zuletzt aktualisiert: 30.10.2008Wegberg (RPO). In zwei Wochen ist es soweit: 55 Beecker Grundschüler zeigen auf der großen Bühne im Wegberger Forum ihr Können. Schon jetzt sitzen die Rollen gut, wie sich in einer Probe in der Turnhalle zeigte. Auf dem Programm steht das Musical „Die kleinen Leute von Swabedoo“.
Der Kobold Gromok sitzt etwas abseits von den anderen kleinen Leuten und schaut vor sich hin. Ein wenig langweilig ist ihm schon und dann immer diese gute Laune der anderen, die herum gehen und sich gegenseitig kleine flauschige Pelzchen schenken. Das alles gefällt dem Kerlchen gar nicht, und er heckt einen Plan aus, diese Zustände zu verändern.
Sieben Aufführungen
Heute ist eine Art Generalprobe in der Turnhalle der Gemeinschaftsgrundschule „Am Beeckbach“. Mit riesigen Schritten geht es nämlich auf die sieben Aufführungen im Forum zu. Seit Beginn des Jahres haben die 55 Kinder der zweiten bis vierten Klasse in zwei Besetzungen geprobt und fühlen sich inzwischen einigermaßen sicher in ihren Rollen. Und in dem phantasiereichen Musical „Die kleinen Leute von Swabedoo“ wird einiges von ihnen gefordert: Singen, tanzen und schauspielern sind gefragt und verlangen den jungen Schülern eine große Leistung ab.
Sieben Vorstellungen
Sieben Vorstellungen geben die Grundschüler im Forum. Die Aufführungen für Kindergärten und Schulen am 11. und 12. November jeweils um 8.45 Uhr und 11 Uhr sind mit je 590 Besuchern ausverkauft; ebenso der Termin am 14. November. Für die öffentlichen Aufführungen am Sonntag, 16. November, um 11 und 15 Uhr für Kinder und Erwachsene gibt es im Schulsekretariat (Tel. 02434 4346) noch Karten zu kaufen.
Auf der „Bühne“ startet das Stück, und die Erzählerin beginnt mit der Geschichte. Das Tuscheln, Rascheln und Probieren mit den Mikrophonen verklingt, und es herrscht Ruhe in der Halle. Das Mädchen erzählt von den kleinen Leuten von Swabedoo, die fröhlich hüpfend und lachend aus den aufgestellten Zelten herbei kommen. Direkt beschenken sie sich und freuen sich gemeinsam auf das „Fest der Fröhlichkeit und Freundschaft“. Und das Kind erzählt von der List des Koboldes, den Swabedoodahs das Schenken zu verleiden und sie dadurch in die Krankheit zu treiben. „Ursprünglich handelt es sich bei der Geschichte um ein philippinisches Märchen, das mich faszinierte und zu dem ich mir Lieder ausgedacht habe“, erzählt der musikalische Leiter und Rektor Georg Wimmers. „Die Kinder überlegten, an welche Stellen die Lieder gesetzt wurden und haben auch den Schluss in ein Happy End verwandelt.“ Das Drehbuch schrieben Ulrike Foerster und Bernadette Smarczyk. Letztere übte in der Tanz-AG die Schritte mit den Kindern ein. Monika Baumanns hat die schauspielerische Leitung inne.
In der Turnhalle wird weiter geübt. Heute macht den Kindern vor allem der Umgang mit den Mikrophonen Probleme. Aber auch mehr Bewegung, besseres Verteilen im Bühnenraum und lautere Aussprache fordern Wimmers, Smarczyk und Baumanns vom Rand aus.
Überzeugende Choreographien
Die Texte beim Sprechen und Singen sitzen dagegen selbst bei langen Passagen schon gut. Und die Tanzchoreographien reißen mit. Auch rockige und sphärische Melodien und Rapeinlagen aus insgesamt 16 Liedern erklingen vom Synthesizer oder als Einspielung im Raum. Georg Wimmers greift selbst in die Gitarrensaiten und begleitet den vom Kobold verunsicherten Swabi bei seinem Lied „Man weiß ja nie“. Bei den Aufführungen übernehmen die „Beecker Spätzchen“ die Gesangseinlagen.
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