Wegberg: U2NL – ganz nah am Original
VON NICOLE PETERS - zuletzt aktualisiert: 06.09.2010Wegberg (RPO). Der Auftritt der Coverband "U2NL" auf dem Rathausplatz war der Höhepunkt des Wegberger Kultursommers. Authentisch brachten sie für mehrere Hundert Fans die größten Hits ihrer irischen Vorbilder auf die Bühne.
Die vier Musiker der niederländischen Coverband U2NL kamen mit viel Vorfreude nach Wegberg. Das verrieten Gitarrist Alexander Brandsen und Schlagzeuger Ger Joosten vor Konzertbeginn dem Publikum vor dem Rathaus. In Deutschland gebe es ein sehr gutes Publikum und eine gute Organisation. Zudem hätten sie beide deutsche Großmütter und hätten als Kinder mit viel Begeisterung deutsche Fernsehsendungen angesehen.
Abschluss des Kultursommers
Die Musik ihres großen irischen Vorbildes U2 auf höchstmöglichem Niveau zu spielen und so nah wie möglich ans Original zu kommen, ist das erklärte Bestreben der besten U2-Coverband in Europa. So auch beim Konzert während des Wegberger Kultursommers, der mit diesem weiteren glanzvollen Höhepunkt am Wochenende zu Ende ging. Mit bekannten Hits stiegen die vier Musiker mit viel Temperament ein. "Gloria" – zum ersten Mal von ihnen auf die Bühne gebracht – gehörte ebenso dazu wie "Even better than the real thing", "Bullet the blue sky" oder "I still haven't found what I'm looking for". Damit kamen sie beim Publikum an.
Das ist U2NL
Band Frank Wensink, Gesang (Bono); Alexander Brandsen, Gitarre (The Edge); Marcel Peters, für den erkrankten Chuck Sterk, Bass (Adam Clayton); Ger Joosten, Schlagzeug (Larry Mullen jr.).
Projekt Die Band tritt mit einer Theatershow über "U2" und deren Geschichte auf.
Vorbild "U2" Die seit mehr als 30 Jahren bestehende Rockband befindet sich zurzeit auf Europa-Tournee.
Website www.u2nl.com
Mehrere Hundert Fans waren auf dem Platz versammelt. Darunter zu sehen war auch die ein oder andere typische Bono-Brille. Ausdauerndes Mitsingen der Texte und Tanzen auf der Stellen waren angesagt. Und mit Klatschen und direkter Ansprache holte "Bono" die Fans auch direkt vor die Bühne, die erstmals auf der rechten Seite des Platzes aufgebaut war. Bis Mitternacht lieferten sie einen großen Hit nach dem anderen. Zu Rauchwolken, typischen Sounds und mitreißendem Instrumentalspiel ließen sie etwa "One" hören: Sänger Frank Wensink mit intensivem Vortragsstil. "Where the streets have no name" erklang ebenso wie beim Original mit eingespieltem Piano-Part, hier von Geert Kaysers. Als Zugaben ließen sie "Beautiful day" und "Sunday bloody Sunday" hören. Während des mehr als zweistündigen Vortrags ließ "U2NL" Kreativität und spontane Einfälle zwischen und innerhalb der Stücke einfließen. Gitarrenriffs von Status Quo erklangen, Textausschnitte aus Liedern von Bob Marley oder kurze Pop-Zitate. Neben ihrer authentischen Interpretation "U2"'s unternahmen sie so regelmäßig kurze Ausflüge zu anderen Musikstilen, ohne ihr Hauptanliegen zu stören. Eine sympathische Darbietung, die mitriss und bei der die "U2"-Fans auf ihre Kosten kamen.
Theatershow startet Freitag
Der September dürfte sich so für "U2NL" erfolgreich fortgesetzt haben. Sechs Musikshows hatte die Band für diesen Monat geplant. Die Theatershow über ihr irisches Vorbild und deren Geschichte startet am Freitag, sagten die Musiker. "U2" tourt derweil durch Europa – ob einige Zuhörer bei deren Konzert in Frankfurt gewesen seien, wollte "Bono" in Wegberg wissen.
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