Hückelhoven: Von Kohle und Berge
zuletzt aktualisiert: 05.01.2008Hückelhoven (RPO). In der Kolhenwäsche wird die reine Kohle von den mitgeförderten anderen Stoffen getrennt. Das geschieht in einem Flüssigkeitsbad auf Wassergrundlage mit chemisch-physikalischen Stoffen, die Kohle und Berge von einander über deren unterschiedliche spezifische Gewichte trennen.
Das war bei Sophia-Jacoba besonders nötig, da die Flöze, die Kohle-schichten hier besonders niedrig, unregelmäßig ausgebildet und streckenweise verunreinigt waren. Für SJ ermittelt man eine mittlere Flözmächtigkeit von 0,69 Meter Höhe, während an der Wurm 0,85 Meter und an der Ruhr sogar bis 1,29 Meter erzielt wurden.
Trennung und Wäsche gewannen deshalb erheblich an Bedeutung, da mit zunehmendem Einsatz von Abbaumaschinen auch mehr Berge mit den niedrigen Flözen abgebaut wurde. Berge machte lange Zeit um 50 Prozent des geförderten Materi-als aus. 1985 wurden 4,285 Millionen Tonnen aus der Erde geholt, von denen nur 2,175 Tonnen verwertbar waren.
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