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Hückelhoven: Zeit zum Umdenken

VON HEIKE KRINGS - zuletzt aktualisiert: 27.10.2008

Hückelhoven (RPO). Mit dem Klimawandel beschäftigten sich die Hückelhovener Gymnasiasten während einer Projektwoche. Und kamen zu ganz praktischen Ergebnissen, die sich auch in ihrem Alltag umsetzen lassen – für ein „prima Klima“.

Mit alternativen Energien beschäftigten sich Erwin (11, links) und Max (12). Am Samstag präsentierten die Sechstklässler ihre selbstgebaute Windkraftanlage. Foto: RPO

Coole Rapmusik, phantasievolles Schwarzlichttheater, beeindruckende Filme über die Folgen des Klimawandels, ein Konzert des „Müllorchesters“, viele anschauliche Plakate und wissenschaftliche Experimente zum Zustand der Umwelt – das präsentierten am Samstag die Schülerinnen und Schüler des Hückelhovener Gymnasiums. Extrem „prima Klima“ herrschte dort bei der Vorstellung der Projektwochen-Ergebnisse. Drei Tage lang hatten Schüler ihre Energie in 48 Projektarbeiten zum Thema Klimawandel investiert. Die künstlerischen, kreativen, wissenschaftlichen und sogar kulinarischen Resultate der einzelnen Projektgruppen waren in den Klassenräumen und Fluren des Hauptgebäudes ausgestellt.

Äpfel aus der Region schmecken

Dass auch die richtige Ernährung gut fürs Klima sein kann, lernten beispielsweise einige Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe. Dazu machten sie Obst und Gemüse im Supermarkt ausfindig, das große Transportwege hat. „Auf einem Hückelhovener Bauernhof haben sie dann die Erfahrung gemacht, dass die Äpfel aus der Heimat genauso lecker sind“, erzählt Lehrerin Gundi Sanders-Edel.

Mit einem weniger schmackhaften, aber dennoch sehr wichtigen Umweltthema der Region befassten sich andere Schüler. „Tagebau Garzweiler II – Fluch oder Segen?“, lautete die Überschrift ihres Projektes. Das Ergebnis ist keine eindeutige Beantwortung der Frage. Neben vielem neuen Hintergrundwissen, das sie zum Thema erlangten, ergab sich für sie kein endgültiges Für oder Wider, resümierten die Schüler. Neue Erkenntnisse auch in anderen Gruppen: „ 73216 Liter Benzin werden jährlich verbraucht, weil viele Schüler, die in der Nähe der Schule wohnen, mit dem Auto gebracht werden“, sagt Oberstufenschüler Benjamin Sydlak, dessen Gruppe sinnvolle Fahrradwege ermittelte. „Wir müssen der Natur mehr Achtung geben, sonst hält sie uns nicht am Leben!“, sangen die Schüler, die sich musikalisch mit dem Thema auseinandersetzten.

Ob in Filmen, in Theaterstücken, in Experimenten oder in Kunstgestaltung – alle Ergebnisse der Projekttage brachten zum Ausdruck, dass es höchste Zeit ist für ein Umdenken. Für Schulleiter Walter Woltery waren diese Tage eine gute Möglichkeit, alle Schüler miteinander arbeiten zu lassen. „Das Klima soll prima bleiben“, sagte er.

Die Projektarbeiten haben zumindest an seiner Schule schon mal etwas dazu beigetragen.

Quelle: RP

 
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