Tennis: Antonia Roessli ist Hallenmeisterin
zuletzt aktualisiert: 22.01.2011Früh krümmt sich, was ein Häkchen und übt sich, was eine Meisterin werden will. Auf die seit fünf Jahren aktive Antonia Roessli vom Tennis-Klub Grün-Weiß St.Tönis trifft nunmehr beides zu.
Die zehnjährige Gymnasiastin gewann unter der Woche in fünf Spielen innerhalb von drei Tagen im Leistungsstützpunkt Essen bei den Juniorinnen U11 die Hallenmeisterschaften des Tennis-Verbandes Niederrhein (TVN). Unter den Augen von Verbandstrainer Eric Jelen setzte sie sich im Endspiel, das im lediglich eine halbe Stunde zuvor beendeten Halbfinale am seidenen Faden hing, souverän mit 6:3, 6:3 gegen Lisanne Küpper von BW Flüren durch. Mit diesem Erfolg buchte Antonia gleich drei Tickets: Aufnahme in den TVN-Kader, Einladungen zu den Westdeutschen Hallenmeisterschaften im Einzel in Köln und Deutschen Hallen-Verbandsmeisterschaften in Stuttgart.
Während die St.Töniserin in der Gruppenphase kurzen Prozess mit ihren drei Gegnerinnen machte und ihnen in den sechs Sätzen nur sieben Spiele überließ, ereignete sich in der Vorschlussrunde ein kleines Drama. Beim Stande von 3:3 im ersten Satz gegen Katharina Sophia Zimmer (TC Budberg) riss eine Saite und mit dem von Nike Michler (CHTC) geliehenen Zweitschläger nach einer Weile auch der Spielfaden. Durchgang eins entschied sie zwar mit 6:3 für sich, musste aber danach mit 2:6 ihren ersten und einzigen Satzverlust hinnehmen.
Im weiteren Verlauf stellte sich das ungewohnte Spielgerät der Kameradin mit dem verpflichtenden (Vor-)Namen der griechischen Siegesgöttin indes als Erfolgsgarant heraus. Den Champions-Tiebreak gewann sie deutlich mit 10:6, das Finale ebenfalls glatt. Antonia wurde das Talent gewissermaßen in die Wiege gelegt. Denn ihr Vater Christophe, Schweizer von Geburt und Geblüt, war auch mit dem Schläger unterwegs. Allerdings "On Ice" über ein Jahrzehnt als Eishockey-Profi in der Schweiz, unter anderem eine Saison in Uzwil als Verteidiger an der Seite von Jayson Meyer, und Deutschland. Für den großen Rest sorgte Trainer Oliver Mours, der nicht von ungefähr kürzlich vom Deutschen Tennis-Bund als Vereinstrainer des Jahres 2010 ausgezeichnet wurde. A.H.
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