Eisschnelllauf: „Auf einer der Treppen stehen“
zuletzt aktualisiert: 28.10.2008Stefan Heythausen vom Grefrather EC im Gespräch über die kommende Eisschnelllauf-Saison, sein Training und die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver.
Für die deutsche Eisschnelllauf-Elite beginnt am nächsten Wochenende (31. Oktober bis 2. November) mit den Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften in Berlin der offizielle Auftakt in die vorolympische Saison. Mit dabei ist natürlich auch Stefan Heythausen vom Grefrather EC, der nach Turin seine zweiten Olympischen Winterspiele 2010 im kanadischen Vancouver anpeilt. Manfred Schulz unterhielt sich mit Stefan Heythausen.
Wie schaut es nach der langen Sommerpause bei Ihnen aus?
Heythausen Sommerpause hört sich immer so an, als würden wir Wintersportler im Sommer nicht trainieren. Für mich ging das Training schon Mitte April wieder los. Wir haben mit der Nationalmannschaft diverse Trainingslager auf Mallorca, in Oberstdorf und in Berlin absolviert – immer mit dem Ziel Vancouver fest im Focus. Ich habe diesen Sommer sehr hart und viel trainiert und alles bisher ohne große Ausfälle überstanden. Jetzt wird sich zeigen, ob alles richtig war oder ob man vielleicht sogar ein wenig zuviel gemacht hat. Diesen Sommer muss man als großen Test für Vancouver sehen, in dem man noch ein wenig probieren konnte.
Der erste Wettkampf steht Ende Oktober an. Dann folgen die Weltcup-Rennen in Berlin und Heerenveen. Über welche Strecken werden Sie starten?
Heythausen Wenn alles mit der Qualifikation funktioniert, ist es geplant, über 1000 und 1500 Meter und im Team dabei zu sein.
Wo liegt Ihr Schwerpunkt in Richtung Vancouver?
Heythausen Der Schwerpunkt werden bei mir die Einzelstrecken, aber mit absolutem Focus auf das Team sein. Wir haben bei der WM in Japan Bronze geholt und das würden wir gerne in 16 Monaten noch einmal machen. Dennoch wird in dieser Saison der wichtigste große Test die WM Einzelstrecke mit Teampursuit in Vancouver im März sein. Die Mehrkampf-Wettkämpfe sind nicht mehr mein Ziel.
Welche Ziele peilen Sie insgesamt gesehen für die Saison an?
Heythausen Gesund bleiben. Das Training gut verkraften und dann zum Ende der Saison immer schneller werden. So soll zumindest der Aufbau sein. Mein Trainings ist nicht darauf ausgerichtet, jetzt direkt am Anfang schon in Topform zu sein. Das soll sich erst Richtung Ende der Saison entwickeln.
Wagen wir schon einmal einen Blick zu den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver. Was haben Sie sich für die Spiele vorgenommen?
Heythausen Einfach schnell laufen. Wenn alles super läuft, würde ich gerne auf einer Einzelstrecke unter die ersten zehn kommen und im Team auf einer der drei Treppen stehen.
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