Reiten: Den Joker gezogen
VON PAUL OFFERMANNS - zuletzt aktualisiert: 21.07.2008Beim Reit-und Springturnier des Reitervereins Graf Holk Grefrath war der Sprung über den Joker das Zünglein an der Waage. Am Ende entscheid die flotteste Zeit.
Die griechische Nationenpreisreiterin Miriam Sakellariou setzte im Heitzerend den „Joker“ ein und gewann. Es gab keine andere Wahl, als über den „Joker“ zu springen. Beim Reit-und Springturnier des Reitervereins Graf Holk Grefrath im Punktespringen der Klasse M entschied er über Sieg oder Niederlage. Während der achte Sprung im Normalumlauf nur acht Punkte gebracht hätte, bescherte der Alternativ-Sprung über einen mit zwei Stangen überbauten Wassergraben gleich die doppelte. „Er ist Achtung bietend“, so drückte es Wertungsrichter Jakob Busen (Helenabrunn) aus.
Hier konnten die Reiter auch in der Platzierung tief fallen. Bei einem Abwurf gab es gleich einen Abzug von 16 Punkten, wie bei der im Hübeck wohnenden Silvia Brökels vom Ponyclub Nettetal mit Gentlemen in der ersten Abteilung. Schließlich erreichten in zwei Abteilungen mit dem Jokersprung 15 Reiter die vollen 44 Punkte. Am Ende entschied dort die flotteste Zeit. Es gewann in der zweiten Abteilung Miriam Sakellariou auf Doreen mit 44 Punkten in der schnellsten Rundenzeit von 48,12 Sekunden.
Buhmann Zimmermann
„Ich reite hier heute nur meine Nachwuchspferde. Die Guten stehen im Stall“, sagte die Weltcuppunktereiterin aus dem Nachbarort Lobberich. Sie verwies dabei Wolf-Christian Zimmermann (RV Würselen) mit Cartoon auf Platz zwei und Stephan Dohmen (RV Heinsberg) mit Dumbledor auf Rang drei. Zimmermann hatte vorher im L-Springen den Unmut des Publikums auf sich. Er drosch auf sein nicht parierendes Pferd mit der Gerte ein.
Bei seinem ersten Start in die Saison landete im M-Punktespringen Christian Lohmeier vom Ausrichter mit Split Jumper auf Platz elf der Reserve-Platzierungen. Die erste Abteilung entschied Stephanie Rudolph (RV Gut Neuhaus) auf Little Secret (54,07) für sich - vor Annika Kroll (RV Wevelinghoven) mit Gin Tonic und Katrin Wieler (RV Graf Haaseler Sonsbeck) auf Linus. Auch die Lokalmatadorin Lydia Konnen (RV Graf Holk Grefrath) ritt volle Punktzahl mit ihrer S-sprungerfahrenen Puella Luna. Pech: Zum dritten Platz fehlten ihr nur 16 Hundertstelsekunden. Beim spannenden Mannschaftsspringen der Klasse A mit einem Umlauf schickte der Ausrichter gleich drei Teams ins Rennen. Er hatte mit dem Ausgang der Prüfung nichts zu tun. Es gewann das A-Team des RV Seydlitz Kamp ganz knapp vor dem Lobbericher Reitstall Gartz und der Equipe des RV Hubertus Anrath-Neersen. Die Dressurreiter waren dem launischen Wetter nicht ausgesetzt. Ihre Prüfungen liefen in der Halle ab.
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