Tennis: Der alte Rivale Rochusclub
zuletzt aktualisiert: 27.07.2007Tennis (hgs) Im Stadtwald steigt am Sonntag ein Tennis-Klassiker von aller erster Güte. Dabei treffen mit dem HTC Blau-Weiß Krefeld und dem Rochusclub Düsseldorf alte Rivalen aufeinander. Einem neuen Zuschauerrekord an der Hüttenallee dürfte angesichts der Ausgangslage nichts im Wege stehen. Die Düsseldorfer verdrängten am letzten Spieltag Krefeld von der Tabellenspitze – der HTC will den Spieß nun umdrehen.
Während beide Clubs derzeit sportlich Kopf an Kopf liegen, trennen sie im Umfeld Welten. Blau-Weiß muss sich mit einem bescheidenen Etat begnügen, baut auf familiäre Atmosphäre sowie den daraus entwickelten Teamgeist. Die Düsseldorfer sind das Bayern München des deutschen Tennis. Letzte Saison war der Rochusclub bei vier Heimspielen mit insgesamt 17 300 Besuchern Zuschauer-Krösus der Liga. Dabei ist der Verein noch nicht mal auf die Eintrittsgelder angewiesen. Der Etat (ca. 400 000 Euro) wird durch einen Pool aus 40 Geldgebern gedeckt. Davon träumt man im Stadtwald nur. Dort beträgt der Etat nicht mal die Hälfte.
In dieser Saison sollen die Fans der Düsseldorfer für ihr zahlreiches Erscheinen mit dem Titelgewinn belohnt werden. Dafür wurde das Team kräftig verstärkt. Dabei ragt an Position eins der Russe Mikhail Youzhny heraus, derzeit in der ATP-Weltrangliste die Nummer 10. Mit dem Franzosen Fabrice Santoro und dem Argentinier Juan Monaco sind auch die Nummer 2 und 3 der Düsseldorfer unter den Top 50 der Welt zu finden. Das könnte sich aber am Sonntag als kleiner Nachteil herausstellen. Denn an diesem Tag beginnt in Kitzbühl das ATP-Turnier. Und dann sind alle Top-50-Spieler für die Bundesliga gesperrt. Wie hochkarätig der Rochusclub aber auch ohne dieses Trio aufgestellt ist, zeigt die gestrige ATP-Platzierung der vier Spieler, die am Sonntag aufschlagen sollen: Luis Horna (Nr. 51), Martin Vassallo Arguello (Nr. 75), Sergo Roitmann (Nr. 86) und Lukas Dlouhy (Nr. 93).
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