Fußball: Die Welt ist in Ordnung
VON VALENTIN WERNER - zuletzt aktualisiert: 13.06.2007Fußball-A-Ligist Thomasstadt Kempen möchte in der kommenden Spielzeit – mit zahlreichen Eigengewächsen – die Meisterschaft anpeilen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Neber bleibt weitestgehend zusammen.
Auch wenn es zum großen Wurf nicht gereicht hat – spätestens nach dem 24. Spieltag musste dieses Ziel ad acta gelegt werden, weil es nach Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Bracht, Waldniel und Fischeln II auch bei Tönisberg II der kürzere gezogen wurde – , ist die Welt beim A-Kreisligisten DJK/SV Thomasstadt Kempen weiterhin in bester Ordnung. Der vor zwei Jahren eingeleitete personelle Umbruch mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs war und ist bei den finanziellen Möglichkeiten der einzig gangbare Weg. Und viele Eigengewächse haben sich so entwickelt, dass sicherlich in der kommenden Spielzeit das Thema Meisterschaft aktueller denn je sein wird.
Schlechter Start
Der Start in die Saison 2006/2007 war bei den Blau-Roten wenig verheißungsvoll. Nach Niederlagen bei Anadolu-Türkspor, gegen Spielsport Krefeld (mit Spielabbruch) und in Grefrath schien guter Rat teuer. Doch danach ging es aufwärts, und auch Bracht und Waldniel wurden zu dem Zeitpunkt zu SV-Opfern. Aber während in der ersten Serie noch 32 Punkte geholt wurden, waren es in der Zweiten nur noch undiskutable 17. Das langte dann in der Endabrechnung noch zum sechsten Platz. Einer schlechter, als im Jahr zuvor. Hätten die Mannen um Spielführer Jörn Kossizin – der Schlussmann hat mittlerweile seine Handschuhe an den berühmten Nagel gehangen – die Punktzahl der Hinrunde auch in der Rückrunde wiederholt, wären es 64 gewesen. Genau ein Zähler mehr, als der aktuelle Zweite und Mitaufsteiger VfR Fischeln II auf dem Konto hatte. Vor einem Jahr hatten die Thomasstädter 58 Punkte geholt.
11:0 über Dülkener FC II
Aus dem Rahmen fällt bei den Siegen der 11:0-Erfolg gegen Absteiger Dülkener FC II. Dies schaffte in gleicher Höhe nur noch SV St. Tönis II , die sich dazu aber erheblicher personeller Unterstützung aus der Ersten bedient hatte. Böse gebeutelt wurden die Kempener gleich zu Saisonbeginn. Erst fiel Fatih Aydemir, danach Torjäger Hitzmann aus. Während Aydemir für die anstehende Spielzeit wieder ein Thema ist, dürfte es bei Hitzmann noch bis Weihnachten dauern. Für ihn sprang mit 18 Treffern Thomas „Hespe“ Hespers in die Bresche, der weiterhin Probleme mit der Disziplin hat.
Abgänge wird es bei der Truppe von Trainer Thomas Neber, der in seine dritte Saison geht, nicht geben (bis eben auf Kossizin). Im Laufe der Hinserie wird sich aber noch Marco Poeira verabschieden. Um den Job des neuen Fängers werden sich Marc Jütten und Simon Pawlick (eigene A-Junioren) streiten.
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