Tischtennis: Dramatik pur in Willich
VON FRANK LANGEN - zuletzt aktualisiert: 14.01.2008Die Zweitliga-Damen des VfL gewannen gegen den TuS Uentrop mit 6:4 und machten damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Anraths Oberliga-Damen hielten gegen den Tabellenführer bis zum 3:3 mit. Auch ATK-Herren unterlagen.
Krimi-Altmeister Alfred Hitchcock hätte es wohl nicht besser inszinieren können. In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Spiel bezwangen die Zweitligadamen vom VfL Willich vor heimischer Kulissen den TuS Uentrop mit 6:4 und machten damit einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt.
Sorgenfalten
Vor dem Spiel hatten sich auf Willicher Seite einige Sorgenfalten breit gemacht, da Mirjam Hooman mit Rückenbeschwerden zu kämpfen hatte. Im Doppel gelang es der Holländerin zwar noch gemeinsam mit Iliana Dimitrova zu punkten, doch im ersten Einzel gegen Alexandra Scheld wurden die Schmerzen so unerträglich, dass sie auch ihr zweites Einzel abschenken musste. Dies führte dazu, dass die Gäste zum 4:4 ausgleichen konnten. Nachdem Iliana Dimitrova anschließend ihr Team wieder in Front brachte, schlug im letzten Spiel des Tages die Stunde von Isabelle Güdden. Die 19-Jährige liess sich wie schon im ersten Durchgang nicht aus der Ruhe bringen und bezwang Carina Lehmköster im fünften Satz verdient mit 11:8, was bei den Zuschauern mit großem Jubel honoriert wurde. Lediglich nur zu Beginn kurz mithalten konnten die Anrather Oberligadamen bei ihrer 3:8-Heimniederlage gegen das Dream Team Recklinghausen. Bis zum 3:3 zeigte sich das Anrather Quartett gegen den Tabellenführer als absolut ebenbürtig. Doch dann zeigte sich, dass die Anrather Spielerinnen sich manchmal selber im Weg standen. Die Gäste nutzen die Gelegenheit beim Schopfe und brachen mit fünf Siegen in Folge dem ATK endgültig das Genick. Ebenfalls mit leeren Händen kehrten die Oberligaherren vom Anrather ATK aus Essen zurück, wo sie dem TTC Horst-Süd mit 4:9 unterlagen. Dem verheissungsvollen 2:1-Auftakt in den Doppeln folgte umgehend die Ernüchterung. In den ersten vier Einzeln gelang es keinem der Anrather Akteure zu punkten. Erst dem ins untere Paarkreuz gerückte Ramin Hamidi gelang es die Übermacht der Gäste zu durchbrechen. Doch diese ließen sich auf dem Weg auch nicht durch einen weiteren Sieg von Remco van Steenwijk aus dem Tritt bringen. In der Landesliga stand Teutonia St. Tönis gegen den BSV Wesel-Flüren auf verlorenem Posten. Hatte es in der Hinrunde noch ein knappes 7:9 gegen den Tabellenführer gegeben, so mussten sich diesmal die Mannen um Spitzenspieler Sebastian Brahm mit einem 3:9 begnügen. Schon in den Doppeln behielten nur Möhle/Christen eine weiße Weste. Auch in den darauffolgenden Einzeln zeigte sich schnell, dass die St. Töniser Akteure von den Gästespielern diesmal wesentlich ernster genommen wurden als noch zum Hinrundenauftakt. Trotz guter Leistung gelang es hier nur Sebastian Brahm und Matthias Christen sich gegen ihre Gegner durchzusetzen, was am Ende aber zu wenig war.
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